EM 2002 in Schweden:
Schweizer Handballer unterlagen Spanien nur knapp
publiziert: Samstag, 26. Jan 2002 / 22:04 Uhr / aktualisiert: Samstag, 26. Jan 2002 / 23:18 Uhr

Skövde - Die Schweizer Handballer haben an der EM 2002 in Schweden beim 22:24 gegen Spanien zwar ein erstes Mal verloren, der Hauptrunde haben sie sich dennoch um mindestens einen Schritt angenähert.

Die Schweizer Handballer unterlagen Spanien mit 22:24.
Die Schweizer Handballer unterlagen Spanien mit 22:24.
Nach der knapper als erwartetet ausgefallenen Niederlage scheint sich die SHV-Auswahl gegenüber Slowenien, das gegen Island (25:31) chancenlos war, einen Vorteil verschafft zu haben. Vorausgesetzt, die Slowenen verlieren heute Sonntagabend (19 Uhr) gegen Spanien erneut, darf sich die Equipe von Trainer Arno Ehret im Vergleich mit Island gar eine knappe Niederlage leisten.

Sollten sowohl die Schweizer als auch die Slowenen zu keinen weiteren Punkten mehr gelangen, würde zur Ermittlung des dritten Hauptrunden-Teilnehmers die Tordifferenz aller Partien berücksichtigt. Derzeit sind die Schweizer mit einem Torverhältnis von 56:58 an dritter Stelle klassiert; Slowenien schoss bislang 59 Treffer, handelte sich indes 65 Gegentore ein.

Kaum 24 Stunden nach der positiven Meldung vom ersten Punktgewinn gegen die überheblichen Slowenen sorgte das Schweizer Nationalteam in Skövde erneut für positive Schlagzeilen. Mit etwas mehr Wettkampfglück wäre selbst gegen das in jeder Beziehung höher eingestufte Spanien ein weiteres Remis möglich gewesen. Beim Stande von 22:24 vergaben erst Captain Robbie Kostadinovich und Sekunden später Thomas Gautschi bei einem Solovorstoss zwei erstklassige Chancen, den Rückstand noch wettzumachen.

Schweizer forderten Favoriten

Spanien, in den letzten sechs Jahren immer zweifacher Bronzemedaillen-Gewinner an Olympischen Spielen und EM-Dritter, musste praktisch bis zur Schlusssirene um den 22. Sieg gegen eine Schweizer Auswahl zittern. Kaum jemand hätte geglaubt, dass die im Vergleich zum spanischen Team völlig unerfahrenen SHV-Vertreter ihren weitaus höher kotierten Widersacher derart fordern könnten. Die Schweizer Hartnäckigkeit und die eigenen Nachlässigkeiten trieben den spanischen Coach Cesar Argilés an der Linie zur Weissglut.

Wesentlich gelassener durfte Ehret den starken Auftritt und das aussergewöhnliche Rendement seiner Mannschaft beurteilen. «Wir haben versucht, ihnen das Siegen so schwer wie möglich zu machen. Und das ist uns eigentlich perfekt gelungen. Mit etwas mehr Routine hätten wir gar gewinnen können», lobte Ehret. Sie steckte alle Widerwärtigkeiten ein, ohne dabei an Wirkung einzubüssen. Selbst die Hiobsbotschaft vom Ausfall des Stamm-Linksaussen Lima, der gegen Slowenien einen Mittelhandknochenbruch erlitten hatte, warf das junge Ensemble vor der stattlichen Schweizer Fankulisse nicht aus dem Konzept.

Dass ihnen die Struktur praktisch nie abhanden kam, lag an verschiedenen Exponenten. Eine Glanzleistung bot Severin Brüngger. Er bewältigte in der Defensive ein Mammutpensum und war mit seiner perfekten Blockarbeit von den spanischen Weitschützen kaum zu überwinden. Als ihn Ehret anstelle des überforderten Lima-Ersatzes Manuel Liniger nach der Pausenunterbrechung auch noch am Flügel forcierte, setzte sich der omnipräsente Schaffhauser selbst auf der für ihn ungewohnten Position gewinnbringend in Szene.

Slowenien chancenlos

Island ist bereits in der zweiten Partie an der EM in Schweden auf Hauptrundenkurs eingeschwenkt. Die Nordländer bezwangen in der Schweizer Gruppe Slowenien problemlos 31:25. Nach dem Remis zum Auftakt gegen den Olympia-Dritten Spanien stehen die Isländer mit drei Punkten zu Buche, womit sie kaum mehr zu gefährden sind. Vor knapp 1000 Zuschauern ragten die beiden Bundesliga-Professionals Olafur Stefansson und Patrekur Johannesson mit je neun Treffern heraus. Im Tor bot überdies Hrafnkelsson mit 21 Paraden eine Weltklasseleistung.

Schweiz - Spanien 22:24 (10:14)

Ny Arena, Skövde. -- 1332 Zuschauer. -- SR Boye/Jensen (Dä).
Torfolge: 0:2, 1:2, 1:3, 2:3, 2:6 (11.), 3:6, 3:7, 4:7, 5:8, 5:9, 6:9, 6:10, 8:10 (23.), 8:13 (27.), 10:13, 10:14; 11:14, 11:15, 12:15, 12:16, 13:16, 13:17, 15:17, 15:20 (44.), 17:20, 17:21, 19:21, 19:22, 19:23, 20:23, 21:23 (55.), 21:24, 22:24.
Strafen: 4mal 2 Minuten inklusive Disqualifikation (Stettler/39.) gegen die Schweiz, 4mal 2 Minuten gegen Spanien.

Schweiz: Ebinger/Dobler (ab 17.); Moser (4), Liniger, Ursic (6), Stettler, Brüngger (1), Läber (1), Baumgartner (2/1), Kostadinovich (7), Keller, Gautschi (1).

Spanien: Hombrados; Prieto (1), Guijosa (2/2), O'Callaghan (4), Olalla (2), Garralda (4), Lozano (1), Hernandez (1), Colon, Entrerrios (2), Romero (2), Ortega (5/2), Urdiales.

Bemerkungen: Schweiz ohne Lima, Suter, Meisterhans (alle verletzt) und Boccarelli (überzählig), Spanien u.a. ohne Duischebajew (verletzt). Kostadinovich verschiesst Penalty (1./0:0) und scheitert mit Penalty an Hombrados (44./15:20). Dobler hält Penalty von Ortega (55./20:23). Timeouts: Spanien (23./8:10; 58./22:24).

(kil/sda)

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