Heisser Kampf um Medaillen
Schweizer Hoffnungen ruhen auf Selina Gasparin
publiziert: Freitag, 4. Mrz 2016 / 09:51 Uhr
Selina Gasparin will im Kampf um einen Podestplatz ein Wörtchen mitreden.
Selina Gasparin will im Kampf um einen Podestplatz ein Wörtchen mitreden.

Der Weg zu Gold am WM-Wochenende in Oslo mit Sprint und Verfolgung führt über Martin Fourcade und Gabriela Soukalova. Die Anwartschaft auf die Podestplätze ist gross. Auch Selina Gasparin will in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

Der Sprint müsste eigentlich Selina Gasparins Spezialdisziplin sein, denn die Faustregel besagt: Kurze Distanzen mit 10 Scheiben bevorzugen die starken Langläufer, lange Strecken mit 20 Schüssen die treffsicheren Schützen, und in der Verfolgung und im Massenstart (je 20 Schüsse) ist in taktischen Rennen die Nervenstärke gefragt. Somit entspricht es einer gewissen Logik, dass die 31-jährige Bündnerin ihre beiden Weltcupsiege in der Saison 2013/14 im Sprint gefeiert hat.

Perfektes Rennen gleich Podest

Allerdings ist das Spezialistentum im Biathlon nicht derart ausgeprägt wie in anderen Sportarten. Laufen, Schiessen und Nervenstärke vereinen sich in jedem Wettkampf, Abweichungen von der Faustregel lassen sich in jedem Rennen ausmachen. So gewann die Schweizer Biathlon-Pionierin ihr Olympia-Silber im Einzel.

In dieser Disziplin wird für jeden Fehlschuss eine Minute zur Laufzeit addiert, eine Strafrunde in den anderen Disziplinen lässt sich in nur 25 Sekunden abspulen. Und ihren ersten Podestplatz als Mutter feierte Gasparin im Januar in der Verfolgung in Antholz. Mit dem Handicap von 51 Sekunden als Sechzehnte des Sprints gestartet, arbeitete sie sich noch auf Platz 2 vor. Die Schweizer Teamleaderin weiss: Gelingt ihr ein perfektes Rennen, steht sie auf dem Podest.

Serafin Wiestner und Benjamin Weger holten ihre Ränge 5 und 6 im Sprint von Presque Ile, der letzten Weltcupstation vor Oslo. «Presque Ile hat es noch gebraucht, das motiviert», meinte der Walliser. Er habe stets gewusst, dass er mehr drauf habe, als dies die Resultate zeigen würden. Die Hauptprobe fürs Wochenende ist dem Schweizer Trio am Donnerstag in der Mixed-Staffel missglückt. Weger gibt sich dennoch zuversichtlich: «Ich weiss, dass ich es kann. Das Selbstvertrauen hat keinen Schaden genommen.»

Fourcade setzt den Massstab

Martin Fourcade setzt bei den Biathleten im Langlauf den Massstab. Ausser auf den Deutschen Simon Schempp kann er in der Loipe auf alle Konkurrenten einen Fehlschuss kompensieren. Diese Marge ermöglichte dem Gesamtweltcupsieger der vergangenen vier Winter in dieser Saison schon sieben Siege und fünf weitere Podestplätze.

Gabriela Soukalovas Stärke fusst auf der Kombination der beiden Disziplinen. Sie ist weder die beste Langläuferin noch die beste Schützin im Feld, aber im Gesamtpaket die Nummer 1. In den bislang 19 Rennen dieser Saison hat die 26-jährige Tschechin die Top Ten noch nie verfehlt und dabei vier Siege und sechs weitere Podestplätze herausgelaufen.

Im Fokus wird auch Ole Einar Björndalen stehen. Der 42-jährige «König» will bei seiner letzten WM nochmals auftrumpfen. Der Norweger wurde schon mehrfach abgeschrieben und strafte seine Kritiker immer wieder Lügen. So holte er in Sotschi die Olympia-Goldmedaillen Nummern 7 und 8 oder gewann im Dezember den Saisonauftakt in Östersund. Es war sein 95. Sieg in einem Weltcup-Einzelrennen. In Oslo greift Björndalen nach seiner 20. WM-Goldmedaille.

(bg/Si)

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