Schweizer Kinder schwänzen überdurchschnittlich
publiziert: Mittwoch, 29. Nov 2006 / 10:39 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 29. Nov 2006 / 12:01 Uhr

Bern - Jeder und jede zweite drückt sich gelegentlich vom Unterricht. Fünf Prozent gelten als «massive Schulschwänzer»; viele gehören einer Risikogruppe an.

Hier wird schon in jungen Jahren nicht die erwartete Begeisterung gezeigt. Schon schulmüde?
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Beim Schulschwänzen liegen die Schweizer Schülerinnen und Schüler über dem internationalen Durchschnitt.

Das Schulschwänzen werde in der Schweiz unterschätzt, heisst es in einer Studie der Freiburger Pädagogikprofessorin Margrit Stamm, die der Schweizerische Nationalfonds (SNF) unterstützt hat.

Es handle sich nicht nur um ein individuelles Problem.

Vielmehr spiele die Schulqualität, unter anderem die Lehrer-Schüler- Beziehung, eine entscheidende Rolle. Ob das Phänomen in den letzten Jahren zugenommen hat, lässt sich auf Grund fehlender Daten nicht sagen.

Laut den Befragungen hat rund die Hälfte aller Schüler im Laufe ihrer Schulzeit schon geschwänzt. Jeder dritte Schüler schwänzt gelegentlich: Er ist im letzten halben Jahr der Schule mindestens einmal fern geblieben.

Mehr Schulschwänzer als Hochbegabte

Fast fünf Prozent der befragten Schüler sind im Laufe der letzten sechs Monate mehr als fünfmal einen halben Tag der Schule fern geblieben. In der Schweiz gebe es somit mehr massive Schulschwänzer als hochbegabte Schüler, schreibt der SNF.

Als Grund für das Fernbleiben geben 64 Prozent «Nullbock auf Schule» an. 42 Prozent wollen ausschlafen, 40 Prozent bezeichnen den Unterricht als langweilig. 22 Prozent der Schüler kommen mit der Lehrperson nicht zurecht. 19 Prozent schwänzen «weil es die anderen ja auch tun».

Für Margrit Stamm sind die fünf Prozent «massiver Schwänzer» eine beachtliche Anzahl. Die Hälfte davon gehören zu einer Risikogruppe. Sie besuchen Kleinklassen, schneiden in Mathematik am schlechtesten ab, und sind oft sitzen geblieben. Ihre Delinquenzbereitschaft ist hoch.

Schulen und Bildungsdirektionen sollten das Thema Schulabsentismus künftig als wichtige pädagogische Aufgabe verstehen, empfiehlt Margrit Stamm. Schulqualität und Schulorganisation spielten eine wichtige Rolle.

(dl/sda)

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