Liess sich nicht abschrecken
Schweizer Missionarin in Mali zum zweiten Mal entführt
publiziert: Freitag, 8. Jan 2016 / 13:20 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 27. Jan 2016 / 06:43 Uhr

Bern - Eine bereits einmal im April 2012 im Norden Malis entführte Schweizerin ist in der Nacht auf Freitag in Timbuktu erneut von bewaffneten Männern entführt worden. Die Frau ist seit Jahren in Timbuktu als Missionarin tätig.

3 Meldungen im Zusammenhang
Dies teilte ein Sprecher der malischen Armee mit. «Die Männer waren bewaffnet», sagte er. «Sie haben geklopft, sie hat geöffnet. Und sie sind mit ihr weggegangen.»

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat Kenntnis von der Entführung, wie es auf Anfrage mitteilte. Die Schweizer Vertretung vor Ort stehe in Kontakt mit den lokalen Behörden. Aus Gründen des Persönlichkeits- und Datenschutzes könnten momentan keine weiteren Angaben gemacht werden, erklärte das EDA.

Damals nach neun Tagen frei

Die Frau - eine Baslerin - war bereits im April 2012 ein erstes Mal von Islamisten verschleppt worden. Nach Vermittlungen durch die Regierung von Burkina Faso wurde sie nach neun Tagen freigelassen. Die Islamisten liessen sie offenbar unter der Bedingung frei, dass sie nicht in die Wüstenstadt zurückkehre, um zu missionieren.

Zwei im Jahr 2011 in Timbuktu von der Islamisten-Organisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (Aqmi) entführte Ausländer, ein Südafrikaner und ein Schwede, sind dagegen bis heute in Gefangenschaft.

Ausnahmezustand

Der Norden Malis war im Frühjahr 2012 in die Hände von Dschihadisten-Gruppen gefallen. Französische Streitkräfte hatten Anfang 2013 eine Offensive gegen Islamisten und Rebellen im Norden des westafrikanischen Krisenstaats gestartet. Deren Vormarsch Richtung Süden wurde dadurch gestoppt, die Sicherheitslage blieb aber angespannt.

Die schwierige Sicherheitslage geriet im November in die internationalen Schlagzeilen, als Dschihadisten ein Luxushotel in der malischen Hauptstadt Bamako überfielen. Damals wurden ausser den beiden Angreifern 20 Menschen getötet, darunter 14 Ausländer. Seither gilt in Mali der Ausnahmezustand, der am 22. Dezember bis zum 31. März verlängert wurde.

(pep/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Nouakchott - In Mali ist ein Video aufgetaucht, in dem sich eine der Al-Kaida im Maghreb nahestehende Gruppierung ... mehr lesen
EDA-Chef Didier Burkhalter ist erleichtert.
Timbuktu - Die vor neun Tagen im Norden Malis entführte Schweizerin ist am ... mehr lesen
Bamako - Im Norden Malis ist am Sonntag eine Schweizerin von Unbekannten aus ihrem Haus verschleppt worden. Das Eidg. ... mehr lesen
In Timbuktu wurde eine Schweizerin entführt.
Bisher hat sich noch keiner zum Anschlag bekannt. (Symbolbild)
Bisher hat sich noch keiner zum Anschlag bekannt. ...
Ein Soldat schwer verletzt  Bamako - Bei einem Angriff auf die UNO-Friedensmission im westafrikanischen Mali sind fünf Blauhelmsoldaten getötet worden. Ein weiterer Soldat wurde bei dem Angriff nahe der Stadt Sévaré im Zentrum des Landes schwer verletzt, wie die Vereinten Nationen am Sonntag mitteilten. 
Spielmanipulation  Fünf ehemalige Spieler und Club-Verantwortliche sind in Bari wegen des Vorwurfs der Manipulation von Partien der italienischen Serie B zu Bewährungsstrafen verurteilt worden.  
Liestal - Am frühen Sonntagmorgen, 29. Mai 2016, im Zeitbereich zwischen 04.45 Uhr und 05.00 Uhr, kam es in einem Zug (S3 Basel-Olten) zu Tätlichkeiten. Die Polizei Basel-Landschaft sucht Zeugen und weitere Geschädigte. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... gestern 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3941
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3941
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1764
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1764
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3941
    Es... ist ja noch nicht so lange her, als dass einem das alternde aber gut ... Fr, 27.05.16 21:37
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3941
    Unglaublich... was diese angeblichen "Flüchtlinge" da abziehen. Das sind keine ... Fr, 27.05.16 12:13
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 12°C 18°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Basel 13°C 18°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 11°C 17°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Bern 12°C 15°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Luzern 13°C 17°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Genf 11°C 15°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bewölkt, etwas Regen
Lugano 14°C 20°C Gewitter möglichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Gewitter möglich gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten