Knapper Erfolg
Schweizer Nati bodigt Russland erneut
publiziert: Samstag, 6. Apr 2013 / 20:33 Uhr
Die Schweizer bejubeln das Führungstor.
Die Schweizer bejubeln das Führungstor.

Das Schweizer Nationalteam gewinnt auch den zweiten Test gegen Weltmeister Russland. Einen Tag nach dem 2:1 in Freiburg siegt das Team von Trainer Sean Simpson in Winterthur mit 4:3.

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Vor 3100 Zuschauern im ausverkauften Deutweg erspielten sich die Schweizer deutlich weniger Chancen als am Vortag, gingen am Schluss aber trotzdem zum vierten Mal in Serie gegen eine russische Auswahl als Sieger hervor.

Die Schweizer machten genau das richtig, was im ersten Vergleich einen höheren Sieg noch verhindert hatte: Sie spielten vor dem gegnerischen Tor effizient und überzeugten mit zwei Treffern im Powerplay. Dazu hielt Torhüter Tobias Stephan (29 Paraden) wie Reto Berra in Freiburg ausgezeichnet.

Zu Gunsten der Winterhilfe

Die Treffer von Simon Bodenmann (10.) und Juraj Simek (44.) konnten die Russen jeweils noch ausgleichen. Als die Schweizer nach Treffern von Matthias Bieber (51.), der nach 33 torlosen Spielen nun gleich zweimal in Serie traf, und Victor Stancescu (56.) erstmals mit zwei Treffern in Vorsprung gingen, war ihnen der Sieg nicht mehr zu nehmen. Daran änderten auch der Anschluss zum 3:4 (58.) und eine turbulente Schlussphase nichts mehr.

Die Schweizer spielten in ihrem zweiten WM-Vorbereitungsspiel zu Gunsten der Winterhilfe, die Notleidende in der Schweiz unterstützt. Aus diesem Grund trat das Nationalteam in ungewöhnlichen, eisblauen Trikots an, die nun zu Gunsten des Hilfswerks verkauft werden.

Frankreich nächster Gegner

Bereits am Montag rücken die Nationalspieler in Lausanne zur zweiten Vorbereitungswoche an. Am Mittwoch und am Freitag treten sie jeweils gegen Frankreich an. Für die kommende Woche wird Simpson mindestens ein halbes Dutzend Akteure der beiden Halbfinalisten Zug und ZSC Lions aufbieten. Im Gegenzug werden einige Spieler ihren WM-Traum bereits nach den ersten beiden Tests begraben müssen.

Schweiz - Russland 4:3 (1:1, 0:0, 3:2)
Deutweg, Winterthur. - 3100 Zuschauer (ausverkauft). - SR Koch/Wiegand, Mauron/Tscherrig. - Tore: 10. Bodenmann (Walker, Rüfenacht/Ausschluss Gluchow) 1:0. 13. Kiselewitsch (Piwzakin) 1:1. 44. Simek 2:1. 47. Plotnikow (Below/Ausschluss Grossmann) 2:2. 51. Bieber (von Gunten, Blum/Ausschluss Paschnin) 3:2. 56. Stancescu (Simek) 4:2. 58. Piwzakin (Awerin) 4:3.- Strafen: 8mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 6mal 2 Minuten gegen Russland.

Schweiz: Stephan; Ramholt, Grossmann; Blum, von Gunten; Schlumpf, Julien Vauclair; Samuel Guerra, Mercier; Sciaroni, Walker, Rüfenacht; Bodenmann, Bieber, Hollenstein; Bürgler, Peter, Simek; Stancescu, Pestoni.

Russland: Wassiljewski; Below, Antipin; Rilow, Rjasenski; Piwzakin, Kisselewitsch; Paschnin, Jakowlew; Plotnikow, Kasjonow, Schirokow; Prochorkin, Schipatschew, Dadonow; Gluchow, Kablukow, Awerin; Pankow, Chochrjakow, Kalinin.

Bemerkungen: Schweiz ohne Romy (verletzt) und Berra (Ersatztorhüter). Timeout Russland (58:59). Russland von 58:22 bis 58:33 und ab 58:59 ohne Torhüter. - Schüsse: Schweiz 18 (7-5-6); Russland 32 (13-12-7). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 2/5; Russland 1/7.

(bg/Si)

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