Schweizer Niederlage am Lauberhorn
publiziert: Samstag, 15. Jan 2005 / 14:33 Uhr / aktualisiert: Samstag, 15. Jan 2005 / 19:05 Uhr

Die Schweizer Abfahrts-Asse erlitten beim 75-Jahr-Jubiläum des Lauberhornrennens in Wengen eine empfindliche Niederlage. Bester Schweizer beim Triumph des österreichischen Weltmeisters Michael Walchhofer war Silvan Zurbriggen als 16.

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Mit Fehlern im Ziel-S vergaben Jürg Grünenfelder (22.) und Didier Défago (gestürzt) hervorragende Ausgangslagen, die zu Spitzenrängen hätten führen können. Titelverteidiger Bruno Kernen, der Sieger von 2003, büsste 2,29 Sekunden ein und landete nur auf Rang 20. So kam es zur grössten Schweizer Abfahrtsschlappe nicht nur dieses Winters, sondern seit fünf Jahren. Damals, in der Abfahrt von Garmisch, war Jürg Grünenfelder als 20. bester Schweizer gewesen.

Dabei hätte an diesem Tag alles gestimmt - vom wunderschönen Winterwetter, einen hervorragenden Piste über den Grossaufmarsch an Zuschauern.

Knapper Vorsprung auf Grugger

Weltmeister Michael Walchhofer ging als Weltcup-Abfahrtsleader ins Rennen. Er war in den sechs vorherigen Abfahrten der Saison fünf Mal auf dem Podest. Jetzt schaffte er den ersten Sieg des Winters mit 9 Hundertsteln Vorsprung auf Gruber und 18 Hundertstel auf den Amerikaner Bode Miller. Es war für den 29-jährigen Walchhofer erst der zweite Weltcup-Abfahrtssieg seiner Karriere, nachdem er letzten Winter in Lake Louise gewonnen hatte. Hermann Maier, der Lauberhornsieger 2001, wurde Vierter.

Défago verspielt tolle Ausgangslage

Didier Défago, am Samstag als Dritter der Kombination auf dem Podest, wollte das Ziel-S gleich wie am Vortag fahren. "Ich setzte aber zu früh zur Rechtskurve an", sagte er, "und konnte nicht mehr korrigieren. Ich war allerdings auch müder als am Freitag." Die Kombi-Abfahrt war auf verkürzter Strecke gefahren worden.

Wengen. Weltcup-Abfahrt der Männer:
1. Michael Walchhofer (Ö) 2:27,05. 2. Christoph Gruber (Ö) 0,09 zurück. 3. Bode Miller (USA) 0,18. 4. Hermann Maier (Ö) 0,62. 5. Werner Franz (Ö) 0,72. 6. Kurt Sulzenbacher (It) 1,11. 7. Peter Fill (It) 1,14. 8. Alessandro Fattori (It) und Lasse Kjus (No) 1,26. 10. Klaus Kröll (Ö) 1,38. 11. Kristian Ghedina (It) 1,48. 12. Fritz Strobl (Ö) 1,60. 13. Johann Grugger (Ö) 1,72. 14. Kjetil André Aamodt (No) 1,93. 15. Thomas Graggaber (Ö) 1,96.

16. Silvan Zurbriggen (Sz) 1,97. 17. Patrik Järbyn (Sd) 2,05. 18. Finlay Mickel (Gb) 2,13. 19. Bjarne Solbakken (No) 2,21. 20. Bruno Kernen (Sz) 2,29. Ferner: 22. Jürg Grünenfelder (Sz) 2,34. 23. Ambrosi Hoffmann (Sz) 2,35. 24. Marco Büchel (Lie) 2,36. -- Ohne Weltcuppunkte: 32. Tobias Grünenfelder (Sz) 3,29. 33. Michael Bonetti (Sz) 3,51. 36. Daniel Züger (Sz) 4,10. 38. Paul Accola (Sz) 4,23. -- Ausgeschieden u.a.: Didier Défago (Sz).

Der Stand im Audi-FIS-Weltcup.

Männer Gesamtwertung (nach 21 von 37 Prüfungen):
1. Bode Miller (USA) 1048. 2. Benjamin Raich (Ö) 790. 3. Michael Walchhofer (Ö) 641. 4. Hermann Maier (Ö) 630. 5. Daron Rahlves (USA) 436. 6. Lasse Kjus (No) 425. 7. Didier Cuche (Sz) 395. 8. Johann Grugger (Ö) 386. 9. Kalle Palander (Fi) 366. 10. Thomas Grandi (Ka) 344. 11. Didier Défago (Sz) 332. 12. Marco Büchel (Lie) 296. 13. Giorgio Rocca (It) 291. 14. Christoph Gruber (Ö) 276. 15. Rainer Schönfelder (Ö) 274.

16. Bruno Kernen (Sz) 271. 17. Massimiliano Blardone (It) 266. 18. Fritz Strobl (Ö) 251. 19. Aksel Lund Svindal (No) 245. 20. Hans Knauss (Ö) 242. 21. Stephan Görgl (Ö) 220. 22. Werner Franz (Ö) 212. 23. Silvan Zurbriggen (Sz) 211. 24. Mario Scheiber (Ö) 206. 25. Kjetil Andre Aamodt (No) und Antoine Dénériaz (Fr) 196. 27. Davide Simoncelli (It) 171. 28. Kurt Sulzenbacher (It) 167. 29. Peter Fill (It) 163. 30. Kristian Ghedina (It) 161.

Ferner:
35. Jürg Grünenfelder und Ambrosi Hoffmann 139. 43. Daniel Albrecht 110. 54. Tobias Grünenfelder 74. 74. Paul Accola 38. 77. Marc Berthod 36. 96. Konrad Hari 22. 132. Daniel Züger 5.

Abfahrt (nach 7 von 11 Rennen):
1. Michael Walchhofer (Ö) 431. 2. Bode Miller (USA) 378. 3. Johann Grugger (Ö) 321. 4. Daron Rahlves (USA) 264. 5. Werner Franz (Ö) 212. 6. Fritz Strobl (Ö) 187. 7. Bruno Kernen (Sz) und Hermann Maier (Ö) 177. 9. Christoph Gruber (Ö) 176. 10. Kurt Sulzenbacher (It) 167. 11. Antoine Dénériaz (Fr) 166. 12. Kristian Ghedina (It) 161. 13. Didier Cuche (Sz) 150. 14. Max Rauffer (De) 135. 15. Marco Büchel (Lie) 134. 16. Jürg Grünenfelder (Sz) 120. Ferner: 22. Silvan Zurbriggen 84. 23. Didier Défago 82. 28. Ambrosi Hoffmann 70. 38. Paul Accola 27. 53. Tobias Grünenfelder und Daniel Züger 5.

(mo/Si)

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