Schweizer Pass nur noch mit Facebook-Profil?
publiziert: Donnerstag, 1. Apr 2010 / 09:17 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 1. Apr 2010 / 09:40 Uhr
Kommt bald der Pass mit Facebook-Profil?
Kommt bald der Pass mit Facebook-Profil?

Gemäss einem Insider, ist es ab 2016 in der Schweiz möglich, einen Pass auszustellen, mit dem ein Facebook-Profil verknüpft ist.

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Verliebt, verlobt oder verheiratet: Ab 2016 genügt es auf dem Facebook-Profil den Beziehungsstatus zu ändern und ehe man noch Ja sagen kann, wissen die lokalen Gemeinden beispielsweise über die anstehende Verlobung Bescheid und können die nötigen administrativen Vorbereitungen in Angriff nehmen.

Mit dem neuen Pass würde es Asyl-Bewerbern leichter fallen, sich direkt online zu bewerben. Dieser Vorteil würde auf die Dauer gesehen das Asyl-Problem der Schweiz minimieren und das Justizministerium hätte wieder die Möglichkeit, sich anderen Problemen zu widmen. Im Falle eines Verstosses gegen das schweizerische Asyl- und Ausländergesetz, würde nur ein Klick reichen «Profil-löschen» und der Pass würde weltweit nicht mehr anerkannt werden.

Negative Schlagzeilen

Einem Insider zufolge plant das Bundesamt für Polizei (fedpol) einen engen Kontakt zum sozialen Netzwerk Facebook. «Facebook sei ein erfahrener Verwalter von Online-Identitäten, und wisse was zu tun ist,» so fedpol. Facebook geriet immer öfters in die Schlagzeilen wegen den mangelnden Datenschutzbestimmungen.

Der Professor für Technische Informatik und Experte für Informationssicherheit an der ETH Zürich, Bernhard Plattner, ist der Meinung, dass trotz dieser Negativschlagzeilen betreffend dem Datenschutz, der Bund diese Mängel bestimmt in den Griff bekommen wird und die Zusammenarbeit mit Facebook sich bewährt.

Image der Schweiz

Von einer ganz anderen Perspektive sieht es der Politologe Lutz Krebs, der ebenfalls an der ETH Zürich tätig ist. «Aus politischer und administrativer Sicht, ist dies ein grosser Fortschritt, allerdings werden die Nachteile überwiegen», so der Politologe. Seiner Meinung nach könnte dieser Schritt ein Versuch des Bundes sein, das Image der Schweiz wieder auf Vordermann zu bringen. Nach dem umstrittenen Minarett-Verbot, der Libyen-Krise und der Kontroverse um gestohlene Bankdaten würde der Schweiz eine «positive» Schlagzeile wieder gut tun. Eine weitere Idee, die Lutz thematisiert, ist die Möglichkeit das Facebook-Profil in Zukunft als Stimmrechts- oder AHV-Ausweis zu nutzen.

Dem Bund ist klar, dass sie nicht alle Bürger zur Erstellung eines Facebook-Profils zwingen können. Allerdings könnte der lukrative Preis, der deutlich günstiger ist als der biometrische Pass, die Facebook-Gegner umstimmen. Die Werbung auf Facebook soll für alle Kosten aufkommen, demnach könnte auch der Steuerzahler mit tieferen Abgaben rechnen.

Erste Entscheide im Mai 2010

Die ersten Entscheide über das genauere Vorgehen zur Erstellung dieses Facebook-Passes wird bereits im Mai 2010 an der Seco mit Suisse ID besprochen. In der Pressemitteilung von Seco vom 21. März 2010 hiess es, dass der Bund gemeinsam mit der SuisseID dem elektronischen Geschäfts- und Behördenverkehr zum Durchbruch in der Schweiz verhelfen will.

Ab wann dieser Pass nun in Kraft gesetzt wird, steht noch in den Sternen, allerdings empfehlen unbekannte Insider jedem Schweizer und jeder Schweizerin ein Facebook-Profil zu erstellen, bevor der Ansturm kommt.

Dass diese Meldung ausgerechnet heute publiziert wurde, ist wohl kein Zufall.

(ade/news.ch mit Agenturen)

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gab es gesteern zu Hauf. Der hier war einer der besseren, auf den ich aber nicht hereingefallen bin.
Auch nicht schlecht war der Scherz mit den privaten Salzlagern.
Beide figurierten unter den besten 10 gemäss Radio DRS 1.
:lach
Passen Sie auf,
was Sie am 1. April alles lesen!
ich habe noch eine brisantere Meldung gelesen
Bald geht's los, weil über die Ostertage eh weniger Leute im Internet surfen.

http://www.tagesschau.de/ausland/internetabschaltung100.html

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