Schweizer Politik wird von 50- bis 59-jährigen dominiert
publiziert: Montag, 24. Feb 2003 / 11:55 Uhr

Bern - Im Hinblick auf die eidgenössischen Wahlen vom kommenden Herbst hat das Bundesamt für Statistik (BFS) eine neue Analyse der Nationalratswahlen von 1999 veröffentlicht. Wahlsieger waren demnach nicht nur die SVP, sondern auch die 50- bis 59-Jährigen.

Nationalrat
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Unter den 200 Gewählten des Nationalrates gehörten 1999 102 (51 Prozent) der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen an. Derart übervertreten war seit 1919 erst ein Mal eine Altersgruppe: 1967, ebenfalls die Fünfziger, stellt das BFS in ihrer Nachlese der Eidg. Wahlen von 1999 fest.

Zweitstärkste Altersgruppe - mit 34 Prozent der Gewählten - waren 1999 die 40- bis 49-Jährigen. Nur 7 Prozent der Gewählten waren unter 39 und nur 8 Prozent über 60 Jahre alt.

Die Strategie, ihre Listen konsequent miteinander zu verbinden, brachte der SPS, dem Landesring, der EVP und den Christlichsozialen (CSP) je ein zusätzliches Mandat, den Grünen deren zwei. Hätten 1999 keine Listenverbindungen abgeschlossen werden dürfen, so hätte die SVP 4 Mandate mehr erhalten, die FDP und die SD je eines.

Die Bürgerlichen hatten 1999 eine selektive Listenverbindungs-Politik betrieben. In einigen Kantonen verzichteten FDP, CVP und SVP auf ein Zusammengehen. Insgesamt konnten die Bürgerlichen vom Instrument der Listenverbindungen weniger profitieren als die links-grün -(Mitte)- Parteien.

Die Wählenden von CVP, SP und SVP waren ihren Parteien weitgehend treu: Sie panaschierten eher selten, das heisst, sie setzten relativ wenige Kandidierende anderer Parteien auf die bevorzugten Listen. Dagegen zeigte die Anhängerschaft von FDP und Grünen weniger Disziplin und mehr Panaschier-Freude.

Allgemein nimmt die Parteidisziplin der Wählenden ab. Wurden bei den Nationalratswahlen 1928 und 1931 noch 75 Prozent der Wahlzettel unverändert in die Urne gelegt, waren es 1999 gerade noch 36 Prozent.

(bert/sda)

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