Schweizer Presserat prüft Unabhängigkeit der Medien
publiziert: Dienstag, 12. Nov 2002 / 17:20 Uhr

BERN - Medienschaffende sind heute weniger direkten massiven Druckversuchen ausgesetzt als früher. Verflechtungen und Abhängigkeiten beeinflussen jedoch auch heute noch Medieninhalte.

Geschenke und Vergünstigungen stellten allenfalls im Auto-, Reise-, Sport- und Gastrojournalismus ein Problem dar.
Geschenke und Vergünstigungen stellten allenfalls im Auto-, Reise-, Sport- und Gastrojournalismus ein Problem dar.
Der wirtschaftliche und politische Druck auf Medienschaffende stand im Zentrum einer Tagung des Schweizer Presserats in Bern.

Mit der Tagung feierte der Presserat sein 25-jähriges Jubiläum und das 30-jährige Bestehen der Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten.

Zum Thema Druckversuche gab der Presserat nach eigenen Angaben drei Recherchen in Auftrag.

Weltwoche-Medienredaktor Christian Mensch ortet das Problem in der Deutschschweiz nicht bei Inserateboykotten und ähnlichen Druckversuchen, die es zwar nach wie vor gebe.

Die grösste Gefährdung der redaktionellen Unabhängigkeit drohe durch die zunehmende Verflechtung von Medienwirtschaft und werbetreibender Wirtschaft.

Medienunternehmen begännen unter dem Stichwort Crossmedia damit, die Trennung zwischen publizistischer und kommerzieller Kommunikation aufzuheben.

Christa Mutter, Westschweizer Korrespondentin verschiedener Deutschweizer Zeitungen, stellt auch in der Romandie in fast allen Redaktionen eine schleichende Marketingorientierung fest.

Ferner gebe es kleinere und grössere Druckversuche von Firmen und Verbänden vor allem bei Lokalzeitungen.

Geschenke und Vergünstigungen stellten allenfalls im Auto-, Reise-, Sport- und Gastrojournalismus ein Problem dar.

Eher beeinträchtigt werde die Unabhängigkeit durch persönliche Beziehungen zu wirtschaftlichen und politischen Akteuren.

Der frühere Tessiner Korrespondent des Tages-Anzeigers Beat Allenbach untersuchte die spezielle Situation eines kleinen Medienraums und kam zu einem ähnlichen Schluss: Der Wille zur journalistischen Unabhängigkeit werde im Tessin durch den Umstand stark beeinträchtigt, dass jeder jeden kenne.

Zudem liessen sich kritische Stimmen relativ schnell einschüchtern. Insgesamt sei die Kultur der journalistichen Unabhängigkeit, des radikalen Skezptizismus sowie die Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit im Tessin wenig entwickelt.

(bsk/sda)

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