Schweizer Rekordteam für Turin 2006?
publiziert: Dienstag, 15. Feb 2005 / 19:16 Uhr

Trotz verschärften Selektionsrichtlinien bahnt sich die grösste Schweizer Winter-Delegation aller Zeiten für die Olympischen Spiele 2006 in Turin an. Missionschef Werner Augsburger rechnet mit rund 130 Athletinnen und Athleten.

Werner Augsburger: "Unsere Athletinnen und Athleten müssen ihr Potential ausschöpfen."
Werner Augsburger: "Unsere Athletinnen und Athleten müssen ihr Potential ausschöpfen."
Das bisherige Winter-Rekordteam mit 114 Aktiven wurde 2002 nach Salt Lake City entsandt. Damals resultierten 3 Gold-, 2 Silber- und 6 Bronze-Auszeichnungen, also insgesamt 11 Medaillen, wozu Simon Ammann allein zwei Goldene beitrug.

Zu den Erwartungen für Turin 2006 äusserte sich Augsburger noch nicht: "Wir wollen verschiedene Weltmeisterschaften und Grossveranstaltungen dieses Winters abwarten. Die Zielsetzung für Turin 2006 werden wir später formulieren."

Nach der Qualifikation der Eishockey-Nationalteams der Frauen und Männer ist jedoch bereits absehbar, dass sich eine riesige Schweizer Mission bilden wird, "sofern unsere Athletinnen und Athleten ihr Potenzial ausschöpfen" (Augsburger).

Verlangt werden Top-10-Resultate

Verschärft wurden die Selektionskriterien gegenüber Salt Lake City insofern generell, als von den Athletinnen und Athleten eine realistisch zu erwartende Klassierung in den ersten zehn Rängen als Massstab gilt.

Die entsprechende Leistungsbestätigung muss in der Olympiasaison 2005/06 erbracht werden. Ergebnisse des laufenden Winters werden für die Selektion nur teilweise berücksichtigt.

Detailliertes Konzept

Die Selektionskommission von Swiss Olympic, bestehend aus Missionschef und Chefcoach Werner Augsburger, Leistungssportchef Fritz Aebi und Generalsekretär Martin Rutishauser, arbeitete zusammen mit den Verbänden ein detailliertes Selektionskonzept aus, das von Sportart zur Sportart gezwungenermassen unterschiedlich gestaltet wurde.

Als Grundlage dienten die vom Exekutivrat von Swiss Olympic Anfang November 2004 verabschiedeten "Leistungsrichtlinien für Selektionskonzepte".

Anspruchsvolle Selektionskriterien

Mit Ausnahme des Eishockeys sind die Schweizer Selektionskriterien für Turin 2006 anspruchsvoller als jene des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Es gibt beispielsweise kein automatisches Nachrücken, falls eine Nation auf einen ihr zustehenden Quotenplatz verzichtet und die Schweiz erben könnte.

Falls ein internationaler Wettkampf, der als Qualifikationsmeeting im Programm steht, schlecht besetzt ist, behält sich Swiss Olympic vor, das betreffende Resultat nicht zu anerkennen.

Die Selektionswettkämpfe sind in zwei Phasen (im Prinzip November/Dezember 2005 sowie Januar 2006) angesetzt. "Wir sind es den Athleten schuldig, ein sauberes Selektionskonzept vorzulegen und durchzuziehen", sagte Augsburger.

Aufschwung im Skisport gefordert

Im alpinen Skisport, der in den vergangenen Wochen im Bormio aus Sicht der Schweizer ein Waterloo erlebte, werden ein Rang in den Top-7 oder zwei Ränge in den Top-10 verlangt, wovon einer im Januar 2006. <ü> Wenn ein Top-7-Rang im November 2005 herausgefahren wird, braucht es zusätzlich einen Top-15-Rang im Januar. In der Kombination wird ein Top-5-Resultat sowie "Medaillenpotenzial" erwartet.

Für Salt Lake City 2002 waren generell ein Ergebnis in den Top-7 oder zwei Resultate in den Top-15 für die Selektion notwendig.

Unterschieden wird auch zwischen Qualifikation und Selektion: Die Eishockey-Nationalteams sind bisher erst qualifiziert; selektioniert werden sie später.

Von der Frauen-Equipe wird beispielsweise die "Sicherstellung der Planung" verlangt. Auf Grund dieser Planung will Swiss Olympic ein mit finanzieller Unterstützung verbundendes Projekt starten.

Motto 2006: "We are on fire"

Lautete das Motto der Schweizer Mission 2004 in Athen noch "One team, one spirit", so ziehen die Schweizer mit dem Slogan "We are on fire" nach Turin 2006.

Damit soll ausgesagt werden, dass die Athleten sich nicht mit der Selektion und der Reise an die Olympischen Spiele begnügen, sondern während zwei Wochen im Feuer stehen wollen, um Bestleistungen zu erbringen.

Das Motto deckt sich mit dem Schweizer Logo für 2006, auf dem neben dem Schweizer Wappen Feuer, Eis und Schnee dargestellt werden.

(rr/Si)

 
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