Schweizer Springreiter bleiben erstklassig
publiziert: Freitag, 17. Aug 2012 / 20:38 Uhr
Pius Schwizer rettete mit Verdi die Schweiz. (Archivbild)
Pius Schwizer rettete mit Verdi die Schweiz. (Archivbild)

Mit einem fünften Platz im Nationenpreis des CSIO Dublin haben die Schweizer Springreiter den Ligaerhalt geschafft. Das Team von Urs Grünig verdankt den Verbleib in der Spitzenliga vor allem Pius Schwizer und einem Einbruch von Schweden im zweiten Umgang.

pferdegestütztes Team- und Führungstraining
«Ich stand einem Herzinfarkt nahe. Alles lief gegen uns, bis uns Pius Schwizer als Schlussreiter mit Verdi rettete», berichtete Teamchef Urs Grünig ganz aufgewühlt nach den spannenden Geschehnissen in Dublin.

Während die Schweizer Konkurrenten in der zweiten Nationenpreis-Runde einige Nuller verzeichneten, fielen die Stangen der Schweizer. Pius Schwizer musste als Schlussreiter ohne Abwurf bleiben, um den Abstieg zu verhindern. Der 50-jährige Routinier hielt mit Verdi der Nervenbelastung stand. Die Schweiz war gerettet, alle Saisonziele (Olympiasieg von Guerdat, vierter Rang im olympischen Nationenpreis) erreicht. Letztlich klassierte sich die Schweiz noch im fünften Schlussrang des FEI Nations Cup, allerdings nur 1,5 Punkte vor Schweden und 3 vor Absteiger Belgien, das in La Baule noch die Nationenpreis-Ouvertüre gewonnen hatte.

Streichergebnisse von Guerdat

Zweimal lieferte in der Schweizer Equipe Olympiasieger Steve Guerdat mit Carpalo das Streichergebnis. Zweimal trat sein Holsteiner knapp ins Wasser. «Einmal touchierte das Pferd die Latte nur um zwei Millimeter», sagte Grünig. Mit 8 und 12 Punkten war der Jurassier diesmal aber keine Teamstütze. Schlussreiter Schwizer lieferte mit Verdi (4 und 0) die beste Schweizer Leistung ab. Auch Startreiter Arthur da Silva vermochte mit Luis della Caccia (4+4) zu befriedigen, Janika Sprunger erreichte das Ziel mit 4 und 8 Punkten.

Den Sieg holte sich zur Freude der einheimischen Zuschauer Gastgeber Irland, der damit noch auf den dritten Schlussrang vorrückte. Nach der sechsten Station in Falsterbo schienen die Iren schon abgestiegen, ehe sie sich nun mit Triumphen in Hickstead und Dublin retten konnten.

Resultate:
(2 Umgänge, Dotation: 200'000 Euro): 1. Irland (Clem McMahon/Pacino, 0+0, Richie Moloney/Ahorn, 1+0, Darragh Kerins/Lisona, 0+4, Cian O'Connor/Blue Loyd, 4 und Verzicht) 5 (1+4). 2. Frankreich (Pénélope Leprevost/Topinambour, 4+ausgeschieden, Roger-Ives Bost/Nippon d'Elle, 0+0, Jérome Hurel/OHM du Ponthual, 8+0, Kevin Staut/Reveur de Hurtebise, 0+4) 8 (4+4). 3. Grossbritannien (Nick Skelton/Carlo, 16+0, Robert Smith/Voila, 5+4, Tina Fletscher/Hello Sailor, 0+0, Jogn Whitaker/Argento, 0+Rückzug) 9 (5+4). 4. Holland 16 (12+4). 5. Schweiz (Arthur Gustavo da Silva/Luis della Caccia, 4+4, Steve Guerdat/Carpalo, 8+12, Janika Sprunger/Palloubet d'Halong, 4+8, Pius Schwizer/Verdi, 4+0) 24 (12+12) und Belgien 24 (16+8). 7. Schweden 28 (4+24). 8. Deutschland 29 (17+12).

Schlussstand (8/8):
1. Deutschland (TV) 48. 2. Frankreich 44. 3. Irland 39. 4. Grossbritannien 38. 5. Schweiz 35. 6. Holland 34,5. 7. Schweden 33,5. 8. Belgien 32. - Belgien steigt direkt in die Promotional League ab, Schweden kämpft im Promotional-Final in Barcelona um den Ligaerhalt.

(bg/Si)

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