Deutscher Doppelsieg beim Preis von Europa
Schweizer Start am CSI-Aachen geglückt
publiziert: Mittwoch, 12. Jul 2000 / 18:27 Uhr

Aachen - Die Schweizer Springreiter sind für den Nationenpreis in Aachen am Freitag und für die Verteidigung des Vorjahreserfolgs am «Weltfest des Pferdesports» gerüstet. Beim Preis von Europa, der zweitschwierigsten Einzelkonkurrenz in der Soers, belegten Lesley McNaught mit Dulf und Willi Melliger mit Calvaro nach fehlerlosen Ritten im Stechen die Plätze vier und sieben.

Si. Gastgeber Deutschland feierte im mit 100 000 Franken dotierten Springen auf tiefem Geläuf einen Doppelsieg. Marcus Ehning, der im Frühjahr schon die Classic am CSI Zürich gewonnen hatte, verwies auf seinem Hengst For Pleasure seinen Team-Kollegen Markus Beerbaum auf Lady Weingart mit einem Vorsprung von 23 Hundertstelsekunden auf den Ehrenplatz. Vorjahressieger, Weltmeister und Weltcupgewinner Rodrigo Pessoa aus Brasilien, musste sich auf Lianos mit Rang drei in dieser selektiven Prüfung vor 25 000 Zuschauern im Regen bescheiden.
Der Schweizer Weltcup-Zweite Markus Fuchs war mit Tinka's Boy ebenso nicht am Start wie der Weltcup-Dritte Beat Mändli mit Pozitano. Die beiden Ostschweizer schonten ihre Spitzenpferde für den Nationenpreis und den Grand Prix am Sonntag, für den sie auf Grund ihrer Weltcup-Klassierungen vorqualifiziert sind.
Lesley McNaught zeigte mit Dulf im Springpaddock, der im letzten Jahr für 1,5 Millionen Franken neu saniert wurde, zwei bemerkenswerte Runden. Ruhig, abgeklärt und in flottem Tempo führte die EM-Dritte ihren Hannoveraner Fuchs sicher über sämtliche Klippen. «Lesley ritt sehr stark in diesem schnellen Stechen», bemerkte der Schweizer Equipenchef Martin Walther sichtlich zufrieden. «Ich habe das Tempo forciert, bin aber nicht ans Limit gegangen», meinte die gebürtige Engländerin, die am vergangenen Sonntag in Avenches im Sulky von Hurricane noch ein Trabrennen für sich entschieden hatte. McNaught drehte mit Dulf bereits am Dienstag, dem Starttag des mit 1,8 Millionen Franken höchst dotierten Reitturniers der Welt, eine makellose Runde und liess sich nur Punkte wegen Zeitüberschreitung notieren.

Calvaros Ledersohle ausgeschnitten
Ein glückliches Gesicht machte auch Willi Melliger. Der Olympia-Zweite aus Neuendorf war mit Calvaro zweimal fehlerlos und berührte weder im Normalparcours noch in der Barrage eine Stange. «Calvaro kommt immer besser in Schwung. Ich hatte bei jedem Sprung ein gutes Gefühl. Dabei war das morastige Terrain nicht ideal für mein Riesenpferd», erklärte Melliger. Damit sein Holsteiner Schimmel mehr Haftung auf dem tiefen Boden findet, schnitt Melliger die Ledersohlen bei den Hufeisen aus. Ein erlaubter Trick, der seine Wirkung nicht verfehlte und dem Paar wieder neue Sicherheit für bevorstehende und noch grössere Aufagben verlieh. Auch Urs Fäh fiel bei seinem Aachen-Debüt mit seinem neunjährigen Oxytetra keineswegs ab. Der Olympia-Fünfte aus Wiesendangen scheiterte erst am Schlusssprung des Normalparcours, am Aussprung der Dreierkombination, hätte aber das Stechen, das 13 von 56 Startern erreichten, wegen einer minimen Zeitüberschreitung dennoch verpasst.

(klei/sda)

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