Schweizer Stimmberechtigte sind nur schwer an Urne zu locken
publiziert: Mittwoch, 9. Jul 2003 / 08:20 Uhr

Bern - Die Wahlbeteiligung ist ein wichtiger Faktor bei den nationalen Wahlen vom Herbst. Die immer stärker werdende Polarisierung zwischen links und rechts könnte den seit 1919 registrierten Rückgang der Wahlbeteiligung stoppen.

Immer weniger gehen an die Urne.
Immer weniger gehen an die Urne.
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Je stärker sich die einzelnen Kandidaten und Kandidatinnen politisch klar positionieren, desto grösser wird die Wahlbeteiligung, meint der Politologie René Knüsel von der Universität Lausanne deshalb mit Blick auf die kommenden Wahlen.

In der Schweiz ist die Beteiligung bei nationalen Wahlen jeweils eine der schwächsten in ganz Europa. Sie sank von 80,4 Prozent im Jahr 1919 auf 42,2 Prozent 1995.

Nur bei zwei Eidgenössischen Wahlen konnte der Rückgang aufgehalten werden, zuletzt 1999, wo mit 43,3 Prozent ein kleiner Aufschwung feststellbar war.

Die Abstinenz der Wahlberechtigten von den Urnen wurde in den letzten Jahren von den politikwissenschaftlichen Instituten der Universitäten Genf, Bern und Zürich eingehend untersucht. Gemäss der Selects-Studie 1999 gibt es nicht nur einen Typ, der nicht zur Urne geht, sondern deren sechs.

Es handelt sich um Wahlberechtigte, die kein Interesse an der Politik haben, von der Politik enttäuscht sind, sozial isoliert leben, sich als nicht genug kompetent betrachten, aus Protest der Urne fernbleiben oder sich zwar an Abstimmungen, nicht aber an Wahlen beteiligen.

Gemäss Knüsel ist auch bei den ganz jungen oder bei den älteren Wahlberechtigten ein gewisses Desinteresse festzustellen.

Um das Engagement eines Grossteils der Bevölkerung wieder zu wecken, wurden in den letzten Jahren zahlreiche Massnahmen entwickelt und diskutiert.

Gemäss Knüsel reichen diese aber noch nicht aus, um die Wahlberechtigten künftig verstärkt an die Urne zu locken. Eines dieser Beispiele ist die Einführung der brieflichen Stimm- und Wahlabgabe.

(bsk/sda)

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