Schweizer Teams erholten sich von Startniederlagen
publiziert: Sonntag, 7. Apr 2002 / 20:11 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 7. Apr 2002 / 21:24 Uhr

Bismarck - Die Schweizer Curlingteams starteten mit je einer Niederlage zu den Weltmeisterschaften in Bismarck (USA), fingen sich davon aber rasch auf. Die Männer um Patrick Hürlimann bezwangen die Nobodies aus Österreich 13:1, die Frauen mit Skip Manuela Kormann schlugen nacheinander Norwegen 8:6 und Südkorea 12:5.

Lausannes Curler mit Skip Patrick Hürlimann fingen sich auf.
Lausannes Curler mit Skip Patrick Hürlimann fingen sich auf.
Einige Curling-Fachleute hatten vermutet, die Zugerinnen könnten nach ihren mässigen Leistungen in dieser Saison (u.a. nur 6. SM- Platz) an den Weltmeisterschaften ähnlich schwach abschneiden wie die Solothurnerinnen, die vergangenen April in Lausanne alle neun Spiele verloren. Nach drei WM-Partien in Bismarck und einer 2:1- Siegesbilanz sind solche Befürchtungen fürs erste beseitigt.

Sehr ermutigend für den Fortgang des Turniers war vor allem der Erfolg gegen Norwegen mit der zweifachen Weltmeisterin Dordi Nordby. Gegenüber dem 4:7 im Startspiel gegen Titelverteidiger Kanada (Colleen Jones) steigerten sich die Zugerinnen deutlich, am meisten die Nummer 3 Andrea Stöckli, die dann aber für das Spiel gegen die WM-Debütantinnen aus Südkorea dennoch ausgewechselt und durch Pascale Zenerino ersetzt wurde. Die Vorentscheidung gegen Norwegen fiel im 9. End, als den Schweizerinnen das dritte Zweierhaus zur 8:5-Führung glückte.

Es war zugleich der erste Erfolg eines Schweizer Frauenteams an Weltmeisterschaften nach elf Niederlagen in Folge. Der letzte WM- Sieg war dem Berner Team von Luzia Ebnöther vor zwei Jahren in Glasgow im Halbfinal gelungen -- ebenfalls gegen Norwegen.

Gegen Kanada hielten die Zugerinnen während sechs Ends einigermassen mit, bevor das Team von Colleen Jones mit dem dritten «gestohlenen» Stein vorentscheidend 6:2 in Führung ging. Noch kein Schweizer Team konnte Jones bislang an Weltmeisterschaften eine Niederlage zufügen. Die heutige Olympia-Zweite Luzia Ebnöther verlor vor drei Jahren in Saint John (Ka) in der Startrunde ebenso wie Nadja Heuer mit ihrer Solothurner Crew in Lausanne.

Schottland -- nicht Hürlimanns Lieblingsgegner

Die Schotten sind auch in Bismarck nicht der Lieblingsgegner von Patrick Hürlimann. Der Olympiasieger 1998 verlor mit seiner Lausanner Crew zum x-ten Mal gegen die Schotten ein Spiel, das auf Messers Schneide stand. Die Schweizer gingen mit einer 6:5-Führung, aber ohne Vorteil des letzten Steins ins 10. End. Hürlimann stellte den schottischen Skip Warwick Smith darauf vor eine sehr heikle Aufgabe, die dieser mit einem Doppel-Take-out mit viel Können, aber auch mit einigem Glück meisterte.

Gegen Warwick Smith hatte Hürlimann an der WM 1996 in der Vorrunde und im Halbfinal verloren, gegen Hammy McMillan (mit Smith als Nummer 3) 1999 in der WM-Vorrunde und im EM-Halbfinal. Gegen eine andere schottische Formation unterlagen die Lausanner zudem vor zwei Jahren in Glasgow im WM-Auftaktspiel, worauf Hürlimann zum einzigen Mal in seiner Karriere als Skip die Halbfinals der Welttitelkämpfe verpasste. Die Schotten hatten nach ihrem enttäuschenden Abschneiden an den Olympischen Spielen ihren legendären Skip Hammy McMillan aus dem Team geworfen; sie haben dadurch offenbar Stärke zurückgewonnen.

Das zweite Spiel der Schweizer Männer gegen den überraschenden WM-Aufsteiger Österreich war eine einseitige Angelegenheit. Als Österreichs Skip Alois Kreidl nach 6 Ends aufgab, führten die Lausanner 13:1, was den höchsten WM-Sieg eines Schweizer Männerteams seit 29 Jahren bedeutete. 1973 siegte die Zuger Vertretung von Skip Werner Oswald ebenfalls in der 2. Runde gegen Dänemark 16:3.

(Peter Lerch/sda)

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