Schweizer Trio vorne dabei - Bestzeit für Walchhofer
publiziert: Sonntag, 27. Dez 2009 / 14:26 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 27. Dez 2009 / 15:03 Uhr

Die Schweizer Abfahrer haben ihre Form über die Weihnachtstage konserviert. Didier Défago, Tobias Grünenfelder und Didier Cuche belegten im ersten Training in Bormio die Plätze 4 bis 6. Schnellster war der Österreicher Michael Walchhofer.

Schnellster war Michael Walchhofer, obwohl er nach eigenem Gefühl einige Passagen nicht optimal hinter sich gebracht hatte.
Schnellster war Michael Walchhofer, obwohl er nach eigenem Gefühl einige Passagen nicht optimal hinter sich gebracht hatte.
Wie vor zwölf Monaten hatte es im Vorfeld der Weltcup-Veranstaltung in Bormio geregnet. Diesmal «schüttete es über Weihnachten während zwei Tagen wie aus Kübeln», wie Einheimische berichteten. Hätten die Niederschläge länger angehalten, wäre der traditionelle Jahresausklang büchstäblich ins Wasser gefallen.

Derart schwierige Verhältnisse wie im Vorjahr, als die Stelvio-Piste über Gebühr viele Schläge aufgewiesen hatte und die Unterlage im unteren Bereich total vereist gewesen war, fanden die Fahrer diesmal nicht vor. Gleichwohl fordert die Aufgabe den Athleten abermals alles ab. «Im Ziel war ich fürchterlich blau», sagte Walchhofer -- und sprach damit wohl all seinen Konkurrenten aus dem Herzen.

«Die Piste präsentierte sich besser als erwartet», urteilte Défago. Der Walliser fand seine Fahrt «alles in allem okay. Es liegen aber überall noch Verbesserungen drin.» Grünenfelder, der im untersten Streckenteil ein Tor verfehlte, fand, in Bormio noch «etwas zugut zu haben».

Die «Stelvio» hatte den Glarner schon dreimal abgeworfen, zweimal verliess er den WM-Ort von 1985 und 2005 mit Verletzungen. Vor vier Jahren stürzte Grünenfelder im Zielhang, zog sich einen Innenbandriss im rechten Knie zu, wurde aber gleichwohl noch Dritter. Im vergangenen Winter erlitt er im ersten Abfahrtstraining einen Aussenband-Anriss im linken Knie.

Spritze für Cuche

Didier Cuche liess sich vor der ersten Fahrt eine weitere Spritze zur Betäubung der gebrochenen Rippe verpassen. «Die Verletzung machte mir keinerlei Probleme», sagte der Neuenburger. Das zweite Training wird Cuche aller Voraussicht ohne weitere Spritze bestreiten. «Mit Blick aufs Rennen muss ich mir das noch überlegen. Womöglich ist es besser, die gebrochene Stelle wieder mit einer Spritze zu behandeln. Erhalte ich unterwegs einen Schlag, leide ich bis ins Ziel. Im Moment spüre ich nichts, will aber nichts riskieren.»

Mit Jonas Fravi gehört auch ein Weltcup-Debütant zur Schweizer Equipe. Der 19-jährige Bündner meisterte die Aufgabe mit 2,8 Sekunden Rückstand auf Walchhofer fürs Erste gut.

Walchhofer fuhr die beste Zeit, obwohl er nach eigenem Gefühl einige Passagen nicht optimal hinter sich gebracht hatte. «Meine Linienwahl war nicht überall empfehlenswert», sagte der Salzburger. Walchhofer, vor einer Woche in der Abfahrt in Val Gardena als Fünfter wie andere Favoriten unter Wert geschlagen, hatte in Bormio vor drei Jahren zwei Abfahrten innert 24 Stunden für sich entschieden.

Resultate:
Bormio. Erstes Training für die Weltcup-Abfahrt der Männer vom Dienstag: 1. Michael Walchhofer (Ö) 2:03,25. 2. Andrej Jerman (Sln) 0,16 zurück. 3. Christoph Gruber (Ö) 0,71. 4. Didier Défago (Sz) 0,88. 5.* Tobias Grünenfelder (Sz) 1,06. 6. Didier Cuche (Sz) 1,12. 7. Marco Büchel (Lie) 1,26. 8. Stephan Keppler (De) 1,30. 9. Aksel Lund Svindal (No) und Christof Innerhofer (It) je 1,47. Ferner: 20. Patrick Küng 2,12. 24. Ambrosi Hoffmann (Sz) 2,74. 25. Ralf Kreuzer (Sz) 2,83. 27. Jonas Fravi (Sz) 2,85. 33. Cornel Züger (Sz) 3,43. 40. Carlo Janka 3,89. -- * = Torfehler. -- 57 Fahrer gestartet und klassiert.

Technische Daten: Piste Stelvio, 3270 m Länge, 1010 m HD, 45 Tore; Kurssetzer Helmut Schmalzl (FIS/It).

(smw/Si)

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