Schweizer U21 als Aussenseiter
publiziert: Samstag, 12. Nov 2005 / 08:38 Uhr

Das Schweizer U21-Nationalteam steht vor Spielen von historischer Bedeutung. Die Mannschaft von Bernard Challandes kann sich gegen Portugal als erste SFV-Auswahl überhaupt zum dritten Mal in Folge für die EM qualifizieren.

Vieles hängt von den Geniestreichen Chiumientos ab. (Bild: Archiv)
Vieles hängt von den Geniestreichen Chiumientos ab. (Bild: Archiv)
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Gegen die stärkste Nachwuchsauswahl Europas, wie es das UEFA-Ranking zeigt, werden für den Sprung an die EM-Endrunde (25. Mai bis 6. Juni 2006) zwei ausserordentliche Leistungen vonnöten sein, darüber ist man sich in der bis in die Haarspitzen motivierten Schweizer Mannschaft einig.

«Portugal hat ein beeindruckendes Kader und ist in diesem Achtelfinal ganz klarer Favorit», sagt Nationaltrainer und Movitationskünstler Challandes.

Drohende Sperren

Challandes wird das Heil gegen die technisch brillianten Portugiesen primär aus einer stabilen Defensive heraus suchen.

Die Krux: Nicht weniger als neun Schweizer Akteure, unter ihnen Abwehrpatron Steve von Bergen sowie die defensiven Mittelfeldspieler Blerim Dzemaili und Baykal, sind mit einer gelben Karte vorbelastet und würden bei einer weiteren Verwarnung in der Reprise am kommenden Mittwoch in Porto fehlen.

«Deshalb ist es umso wichtiger, aggressiv, aber doch diszipliniert aufzutreten», so Challandes.

Vertrauen auf Chiumiento

Für die Position des «Ballverteilers» wird der Romand aller Voraussicht nach auf Davide Chiumiento vertrauen und auf Geniestreiche des sensiblen Appenzellers hoffen.

Der bald 21-jährige Chiumiento, der an Stelle des verletzten FCZ-Regisseurs Xavier Margairaz zum Einsatz kommen wird, tritt wie Stephan Lichtsteiner mit dem Selbstvertrauen des ersten Tores in der französischen Ligue 1 an.

Die Kreativität des klein gewachsenen Technikers wird auf dem Hardturm ein wichtiger Faktor sein.

Makellose Bilanz

Die Chance der Schweiz besteht auch darin, dass sie von Portugals Offensivkünstlern unterschätzt wird, obwohl dies Trainer Agostinho Oliveira heftig verneint: «Wir dürfen nicht an unsere zehn Siege in der Qualifikation denken. Selbstüberschätzung kann uns nur schaden.»

Portugal hatte die Gruppe 3 mit Russland und der Slowakei klar dominiert und als einziges der 48 Teams das Punktemaximum eingefahren.

Auch das Torverhältnis von 29:3 - nur Dänemark (30) hat mehr Tore erzielt und nur Italien (3) gleich wenig Gegentreffer kassiert - zeigt die Stärke des portugiesischen Teams zumindest in Zahlen eindrücklich auf.

Flügel neutralisieren

Für die EM-Achtelfinals gegen Portugal gilt es aus Schweizer Sicht insbesondere, die Wirkungskreise von Flügel Quaresma, Mittelfeldstratege Manuel Fernandes und Goalgetter Hugo Almeida einzuengen.

«Portugal ist aber auf allen Positionen extrem stark besetzt», weiss der Schweizer Goalie Diego Benaglio aus eigener Erfahrung.

Der Zürcher spielt für Nacional Madeira, das derzeitige Überraschungsteam in der höchsten Liga Portugals, und wurde in den letzten sechs Partien nur gerade von einem Stürmer überwunden: von Hugo Almeida, der in der Qualifikationsphase sieben der 29 Tore erzielte.

U21. EM-Achtelfinal-Hinspiel: Schweiz - Portugal. -- Hardturm, Zürich. -- Sonntag, 14.30 Uhr (live/SF2). -- SR Granat (Pol). -- Mögliche Schweizer Aufstellung: Benaglio; Lichtsteiner, von Bergen, Rochat, Bühler; Callà, Dzemaili, Baykal, Ziegler; Chiumiento; David Degen. -- Verletzt: Xavier Margairaz. -- Fraglich: Pirmin Schwegler.

(von Stefan Baumgartner/Si)

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