Schweizer Verleger gegen SRG
publiziert: Dienstag, 10. Jan 2006 / 17:38 Uhr

Zürich - Die Schweizer Verleger fahren schweres Geschütz gegen das Schweizer Fernsehen auf.

Armin Walpen habe sein Wort nicht gehalten.
Armin Walpen habe sein Wort nicht gehalten.
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Sie haben beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) eine Anzeige eingereicht, um das News-Portal der SRG auf dem Internet zu verbieten. Die Verleger bezichtigen die SRG des Wortbruchs.

SRG-Generaldirektor Armin Walpen habe den Verlegern im letzten Jahr mehrfach versichert, das Schweizer Fernsehen plane kein Newsportal im Internet, sagte Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbandes Schweizer Presse, anlässlich der Dreikönigstagung des Verbandes in Zürich.

Stärkung der Programme

Die SRG habe beteuert, sie wolle das Internet ausschliesslich zur Stärkung der Programme einsetzen.

Darüber hinaus habe das Schweizer Fernsehen versprochen, auf Werbung im Internet zu verzichten. Beim Sponsoring habe sich die SRG-Spitze bei den Gesprächen nicht festlegen wollen.

Verleger und SRG seien sich einig gewesen, dass ein Fernsehen, das über eine Milliarde Franken an Gebühren erhalte und im Gegensatz zu ausländischen, öffentlich-rechtlichen Sendern kaum Einschränkungen bei der Werbung unterliege, auf dieses Geschäftsfeld verzichten müsse.

Plötzlich alles anders

Seit dem 5. Dezember 2005 sei alles anders. Mit dem neuen Auftritt habe das Schweizer Fernsehen auch das neue News-Portal auf dem Internet vorgestellt. Die Verleger hätten gegen diesen Schritt unverzüglich Protest eingereicht.

Im Januar schrieb der Verband Schweizer Presse einen Brief an Bundespräsident Leuenberger mit der Bitte, die News-Offensive der SRG im Internet unverzüglich zu stoppen.

Am 6. Januar doppelten alle drei Verlegerverbände - Schweizer Presse, Presse Suisse und Stampa Svizzera - nach. Sie reichten beim Bakom eine Anzeige mit dem gleichen Ziel ein.

Die SRG SSR idée suisse ihrerseits betont, sie verzichte zu Gunsten der Verleger auf Werbung und Kleinanzeigen im Internet. Si

(rr/sda)

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