Schweizer Volk will Rütlifeier
publiziert: Sonntag, 27. Mai 2007 / 10:00 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 27. Mai 2007 / 14:51 Uhr

Bern - Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung möchte, dass am 1. August eine Feier auf dem Rütli stattfindet. In einer Umfrage sprachen sich 57,5 Prozent der Befragten für eine offizielle Feier aus, 35,7 Prozent waren dagegen.

Für fast zwei Drittel (64,3 Prozent) ist das Rütli ein «Symbol für die Schweiz».
Für fast zwei Drittel (64,3 Prozent) ist das Rütli ein «Symbol für die Schweiz».
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Gut die Hälfte (56,2 Prozent) der Befragten findet, der Bund müsse sich finanziell an den Sicherheitskosten beteiligen. 39,4 Prozent sprachen sich in der im «SonntagsBlick» veröffentlichten Umfrage gegen eine solche Beteiligung aus.

Abfuhr für Maurer

Für fast zwei Drittel (64,3 Prozent) ist das Rütli ein «Symbol für die Schweiz». Zudem erteilte die überwiegende Mehrheit der Befragten SVP-Präsident Ueli Maurer eine Abfuhr: Nur gerade 6,0 Prozent finden, das Rütli sei «nur eine Wiese mit Kuhdreck», wie Maurer gesagt hatte.

Die Umfrage wurde vom Institut Isopublic im Auftrag des «SonntagsBlick» durchgeführt. Zwischen dem 24. und 26. Mai wurden 500 Personen aus der Deutsch- und der Westschweiz telefonisch befragt.

Micheline Calmy-Rey will auf das Rütli

Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey hat unterdessen bekräftigt, am 1. August das Rütli besuchen zu wollen. Es gehe inzwischen um mehr als einen einfachen Auftritt der Bundespräsidentin auf dem Rütli, sagte sie in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

«Jetzt geht es um die Rede-, Meinungs- und Bewegungsfreiheit in unserem Land.» Dies seien Grundwerte der Gesellschaft, die auf dem Spiel stünden. Denn extremistische Bewegungen wollten die Äusserungsfreiheit der anderen verbieten. «Das ist undemokratisch und inakzeptabel.»

Wenn sie nicht auf das Rütli ginge, wäre dies ein Kniefall vor den Extremisten, sagte Calmy-Rey. «Dann werden wir Mühe haben, auch anderswo unsere Freiheit zu bewahren.»

In einem Interview mit der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche» rief die Bundespräsidentin die Schweizerinnen und Schweizer auf, mit ihr aufs Rütli zu pilgern. So könne den Extremisten klar gemacht werden, dass die Schweiz an den Grundwerten festhalte.

(li/sda)

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