Schweizer Wohnbevölkerung wächst langsamer
publiziert: Freitag, 24. Feb 2006 / 11:13 Uhr

Neuenburg - Vor allem dank der Zuwanderung ist die ständige Schweizer Wohnbevölkerung letztes Jahr um 46 000 Personen auf 7,461 Millionen gewachsen.

Die Schweizer Bevölkerung wächst hauptsächlich dank Einbürgerungen.
Die Schweizer Bevölkerung wächst hauptsächlich dank Einbürgerungen.
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Mit 0,6 Prozent fiel der Anstieg etwas geringer aus als im Vorjahr mit 0,7 Prozent.

Mit 12 100 Personen trug der Geburtenüberschuss nur ein Viertel zum Anstieg der Wohnbevölkerung bei, wie das Bundesamt für Statistik (BSF) mitteilte.

Wesentlich höher war mit 33 900 Personen der Einwanderungsüberschuss, obschon er gegenüber 2004 um 16 Prozent abnahm.

Mehr Ein- als Auswanderer

Für den Zuwanderungsüberschuss sorgte ausschliesslich die ausländische Bevölkerung. Die Zahl der ausgewanderten Schweizer Staatsangehörigen übertraf jene der eingewanderten um 6400.

Die Geburten gingen letztes Jahr um 0,4 Prozent von 73 100 auf 72 800 zurück. Die durchschnittliche Zahl der Kinder pro Frau sank von 1,42 auf 1,40.

Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 500 oder 0,8 Prozent auf 60 700. Das sind weniger als in den Neunziger- und ungefähr gleich viele wie in den achtziger Jahren.

Wachstumsfaktor Einbürgerung

Die ständige Wohnbevölkerung ausländischer Nationalität wuchs mit 1,1 Prozent fast doppelt so stark wie die Gesamtbevölkerung.

Die schweizerische Population nahm lediglich um 0,5 Prozent zu. Sie wächst seit mehr als zehn Jahren nur noch wegen der Einbürgerungen, die im letzten Jahr um 7,6 Prozent zunahmen.

11 der 26 Kantone verzeichneten 2005 ein Bevölkerungswachstum über dem Durchschnitt von 0,6 Prozent.

Immer mehr alte Menschen

Am stärksten war die Zunahme in den Kantonen Zug (1,5 Prozent), Freiburg (1,4), Wallis (1,2), Schwyz (1,1), Waadt (1,0) und Nidwalden (1,0). In sechs Kantonen nahm die Bevölkerung leicht ab, am stärksten in Glarus (0,7 Prozent) und Basel-Stadt (0,3).

Jahr für Jahr setzt sich die Alterung der Bevölkerung fort. Zwischen 2000 und 2005 erhöhte sich der Anteil der über 64-Jährigen von 15,4 auf 16 Prozent.

Bei den unter 20-Jährigen ging er im selben Zeitraum von 23,1 auf 21,9 Prozent zurück, bei den 20- bis 39-Jährigen von 31,2 auf 27,3 Prozent.

(rr/sda)

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