Zeitungen begrüssen Abstimmungsresultat
Schweizer Zeitungen begrüssen deutliches Ja zum Tierseuchengesetz
publiziert: Montag, 26. Nov 2012 / 07:34 Uhr / aktualisiert: Montag, 26. Nov 2012 / 08:04 Uhr
Verschiedene Meinungen zum Tierseuchengesetz.
Verschiedene Meinungen zum Tierseuchengesetz.

Bern - Die Schweizer Zeitungen haben das deutliche Ja des Schweizer Stimmvolkes zum Tierseuchengesetz in ihren Montagsausgaben begrüsst. Zu denken gibt einigen Kommentatoren jedoch die tiefe Stimmbeteiligung.

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AARGAUER ZEITUNG: «Befürchtungen, dass nur furiose Impfkritiker an die Urne gehen und die desinteressierte Mehrheit in eine Minderheit versetzen würden, blieben unbegründet. Zu denken geben sollte die geringe Stimmbeteiligung aber allemal. Denn: Gesunde Tiere sind die Grundlage für gesunde Nahrungsmittel - ganz zu schweigen davon, dass gewisse Seuchen auch auf Menschen übertragen werden können. Die Diskussion um den Schutz vor Tierseuchen sollte also nicht einfach Impfkritikern überlassen werden. Dass ihre pauschalen und irrationalen Argumente wenig Widerhall fanden, ist positiv zu werten.»

NEUE ZÜRCHER ZEITUNG: «Der Abstimmungskampf schlug keine hohen Wellen. Die sehr tiefe Stimmbeteiligung erstaunt daher nicht. Zwar hat sich das Referendumskomitee bemüht. Doch eine breite Aufmerksamkeit konnte es nicht herstellen. Der grösste Erfolg war, dass das Komitee die SVP auf seine Seite zeihen konnte. Damit hat sich die SVP eine Abstimmungsniederlage eingehandelt - die ihr aber nicht sonderlich weh tun wird. Die Impfgegner drangen mit ihren zu pauschalen Botschaften nicht durch. Die gehässige Kritik an der Pharmabranche und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) klang zu sehr nach Verschwörungstheorie.»

ST. GALLER TAGBLATT: «In der Schweiz ist es um die Tiergesundheit gut bestellt; es besteht zurzeit kein Anlass zur Beunruhigung. Dies ist wohl ein Grund für die tiefe Stimmbeteiligung zum revidierten Tierseuchengesetz. Und sie wiederum ist Grund dafür, dass die Gegner der Vorlage ein nicht noch schlechteres Ergebnis einfuhren: Man darf annehmen, dass die Gleichgültigen nicht gegen die Vorlage waren. In der Tat kann niemand ernsthaft etwas dagegen haben, dass das aus dem Jahr 1966 stammende Tierseuchengesetz den aktuellen Gegebenheiten angepasst wird.»

BERNER ZEITUNG: «Das neue Gesetz wird der heutigen Situation mit zum Teil weiten Transportwegen und veränderten klimatischen Bedingungen gerecht, die ein schnelles Ausbreiten von Seuchen ermöglicht. Davon betroffen wären nicht allein Tierherden und ihre Halter, sondern auch der Handel und der Tourismus. Für die Impfkritiker mag die vergangene Abstimmung ein Warmlaufen für den Kampf gegen das Epidemiengesetz gewesen sein - sie haben mit dem Resultat aber hoffentlich auch den rauen Wind zur Kenntnis genommen, der ihnen entgegenweht.»

LE TEMPS: «Ist eine Volksabstimmung mit einer Stimmbeteiligung von 27 Prozent noch glaubwürdig?» «Es gibt eine Grenze, die nicht unterschritten werden darf, sonst diskreditiert sich die Institution [der direkten Demokratie] selber. Es wäre verfrüht zu behaupten, dass diese Grenze schon erreicht ist. Aber der zunehmende Aktivismus von Randgruppen- wie die Verschwörer und Naturheiler, die das Referendum lanciert haben - birgt die Gefahr, dass die Schweizer immer mehr für zweitrangige Themen zur Urne gerufen werden.»

EXPRESS/IMPARTIAL/LIBERTE: «Ein Abstimmungs-Sonntag ist sicher kein Ereignis, dessen Erfolg sich durch Quoten messen lässt. Aber wenn eine politische Grossveranstaltung vier Mal pro Jahr stattfindet und sich nur ein Viertel der Bevölkerung dafür interessiert, nennt man das ein Fiasko. Die Abstimmung hat also in einem Klima der allgemeinen Gleichgültigkeit stattgefunden. Zu hoffen bleibt, dass dieser Betriebsunfall im politischen System der Schweiz das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in ihre Institutionen nicht zu sehr erschüttert.»

QUOTIDIEN JURASSIEN: «Die Abstimmung über die Revision des Tierseuchengesetzes hat in in einem Klima der Gleichgültigkeit stattgefunden. Nur ein Viertel der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Landes haben daran teilgenommen, 16,3 Prozent im Jura. Grund genug, sich über die Organisation einer solchen Abstimmung Gedanken zu machen. Die Schweizer Bevölkerung äussert sich zu allen möglichen Themen, auch zu technischen Fragen wie Tierseuchen. Man hätte jedoch verhindern können, sie für eine einzige Vorlage zu den Urnen zu rufen. Am einfachsten wäre es gewesen, die Bevölkerung anlässlich der nächsten Volksabstimmung im März zu befragen. Die Verschiebung hätte niemanden umgebracht und unnötige Kosten gespart.»

(laz/sda)

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Impfflciht
Die Medikamente werden im Körper des Tieres gespeichert.

Viel Spass beim Verzehr von Medikamenten.

Ach wem das zu theoretisch ist; Woher stammt den das Antibiotika im Fleisch?
Schwachbrüstiges 'ja'
Die Presse kommentiert die eidgenössische Abstimmung mehrheitlich mit angenehmer neutraler Sachlichkeit. Die unterlegenen Gegner sehen das natürlich anders.

Wenn die Gegner einen 'Achtungserfolg' für sich beanspruchen, zaubert das ein Lächeln auf meine Lippen. Schönreden hilft nix, Nein bleibt Nein.
Ein Aergernis sondergleichen
"Die Schweizer Zeitungen haben das deutliche Ja des Schweizer Stimmvolkes zum Tierseuchengesetz in ihren Montagsausgaben begrüsst. Zu denken gibt einigen Kommentatoren jedoch die tiefe Stimmbeteiligung."

Gestern las ich:
"Schweizer Zeitungen geben Abgeltungssteuer nur noch wenig Chancen."

Ein Aergernis sondergleichen ist unsere heutige Presselandschaft. Diese Kritik gilt nicht einer einzelnen Zeitung oder einzelnen Personen, sondern ausdrücklich der gesamten Presselandschaft.

Man muss diese Damen und Herren vielleicht wieder einmal daran erinnern, welche Aufgabe sie eigentlich ..... hätten und welche ganz klar nicht.
Zu den Aufgaben, die sie NICHT haben, gehört ganz klar die Tonangabe in der Politik. Kaum ein Tag vergeht mehr, ohne dass sich irgendeine Zeitung auserkoren fühlt, den politischen Weg zu diktieren, der nun sofort und dringend eingeschlagen werden müsste.
Nach abgelehntem Steuerabkommen "wissen" gewisse Kolumnisten, dass nun der AIA wohl unausweichlich sei. Das Vorgehen ist bekannt. Die Zeitungen kauen ein Thema solange durch, bis die Leser tatsächlich glauben, es sei so, wie es geschrieben steht. Schliesslich lässt man auch nur noch Politiker zu Wort kommen, die den von der Presse vordiktierten Weg beschleichen.

Meine lieben Damen und Herren. Es interessiert mich einen feuchten Kehricht, welche Redaktion und welcher Kolumnist welcher Zeitung nun welchen Volksentscheid gut- oder schlechtheisst.
Dieses selbstherrliche Gehabe - offenbar muss bald eine Breitseite gegen gewisse VERLEGER losgelassen werden - ist langsam unerträglich.
Wenn gewisse Damen und Herren Zeitungsverleger und Chefredaktoren möglicherweise im vorgerückten Alter feststellen, dass sie lieber Politiker geworden wären, dann sollten diese Damen und Herren ihren Verlag verkaufen und sich wählen lassen.
Sich hingegen mit einer Verlagslizenz daran zu machen, die Geschicke unserer schwachen Regierung und des himmeltraurigen Parlaments leiten zu wollen, ist ein fauler Zauber, der langsam aber sicher zu modern beginnt.

Die Schweizer Presselandschaft erinnert mich (und das Wort er-innerung sei bitte wortwörtlich genommen) langsam, aber stetig mehr an eine gleichgeschaltete Maschinerie von Gnaden des Propagandaministeriums.
Mit Berichterstattung und seriösem Recherche-Journalismus hat das jedenfalls gar nichts zu tun und die verkappten Propagandisten in den Redaktionszimmern scheinen langsam feucht zu träumen!
Wenn ein vonTobel im Blick am Abend schon zum Ernährungsberater mutiert und dabei einen Artikel schreibt, der derart mit regelrechtem Blödsinn gespickt ist, dass einem die Haare zu Berge stehen, kann mir das ja noch Wurst sein. Aber "Beratungsbüros" (alias bezahlte Lügner mit geweisseltem Image) gibt es bereits genug, da braucht die Presse nicht auch noch ihren Senf dazu zu geben.

Werner von Tobel schreibt im BlickamAbend vom 22.11.2012 einen Beitrag über Fruktose mit folgendem Titel: "Schon Gott warnte uns davor"

Bei diesem Titel...naja, da muss was kommen, meine ich.
"Zucker ist nicht gut für uns. Darum verjagte Gott Adam und Eva aus dem Paradies."

My goodness, da weiss aber einer Bescheid. Und diese neue These ganz ohne ironischen Unterton... momol.
Dumm nur, dass die Geschichte mit dem Apfel von eifrigen deutschen Bibelübersetzern hinzugefügt wurde. Weder in der lateinischen, noch griechischen, noch hebräischen Fassung der Genesis findet sich das Wort "Apfel"; es ist nur von "der Frucht" die Rede. In den Apokryphen finden Sie dann, sollte es Sie interessieren, doch noch einen Hinweis darauf, um welche Frucht es sich gehandelt haben könnte. Leider ausgerechnet eine, die keinerlei ungesunde Fruktose enthält, sondern reine Dextrose - die Weintraube. Ihre neue Auslegung der wichtigsten Aussage der Genesis und Rätseln des Altertums als gutgemeinte Massnahme des Höchsten in Sachen gesunder Ernährung fiele damit in sich zusammen.

Die Auflösung: Herr vonTobel hat ein Buch gelesen. Nach eigenen Aussagen befasst er sich "intensiv" mit Lebensmittelchemie.
soso...

"25 Gramm Fruktose: das entspricht etwa 2 Gläsern Fanta oder drei mittelgrossen Bananen."

Herr vonTobel. Fanta wird mit Fruktose gesüsst? Das ist mir neu. Süssgetränke werden in der Regel mit raffiniertem Zucker gesüsst und der wird zu 100% aus Glukose gewonnen. Auch Bananen enthalten glücklicherweise nicht soviel Fruktose, ansonsten ich sie nämlich nicht essen könnte.

Gut, kann ja mal passieren...

"Die Leber kann Fruktose relativ schlecht in Fett oder Muskelenergie (Glykogen) umwandeln."

Ach, du heiliger....!!! Muskelenergie? = Glykogen?

Herr vonTobel: Glykogen ist eine Form von Stärke. Sie wird in der Leber aus Zucker gewonnen, da Zucker in seiner ursprünglichen Form im Körper nicht gespeichert werden kann, bzw. in zu grossen Mengen sofort zur Ueberzuckerung führen würde. Glykogen wird auch als "tierische Stärke" bezeichnet und deren Produktion durch das Hormon Insulin animiert, sobald der Blutzuckerpegel steigt. Die Leber speichert so ihren Energievorrat, der bei Bedarf durch das Hormon Glukagon in Blutzucker (Glukose) zurückverwandelt wird, sobald der Blutzuckerspiegel sinkt.
Glykogen als Muskelenergie zu bezeichnen, ist dann doch jenseits von...

Aber dann: "Auch normaler Zucker besteht übrigens zur Hälfte aus Fruktose."

Was zum Geier ist "normaler Zucker"? Falls Sie den raffinierten weissen meinen, Herr von Tobel, muss ich Sie enttäuschen. Dort finden Sie keinen 5wertigen Zucker in Form von Fruktose. Wie schon gesagt, aus Rüben gewinnt man reine Glukose.

Zwei Sätze habe ich dann doch noch gefunden, die mir gefallen haben. Versöhnlicherweise verabschiede ich mich damit:

"Oder noch besser: Man macht sich erst mal selber kundig. Damit trainiert man schon mal die grauen Zellen."

Wie wahr. Wie wahr!
.
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