Schweizer als Aussenseiter zum Strassenrennen
publiziert: Freitag, 13. Aug 2004 / 23:09 Uhr

Das Schweizer Quintett mit Rubens Bertogliati, Fabian Cancellara, Martin Elmer, Gregory Rast und Markus Zberg nimmt das olympische Strassenrennen von morgen Samstag als Aussenseiter in Angriff. Die Vorgabe lautet auf eine Klassierung in den Rängen 1 bis 8.

Paolo Bettini hat seine ganze Saisonplanung auf den August ausgerichtet.
Paolo Bettini hat seine ganze Saisonplanung auf den August ausgerichtet.
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Der Schweizer Coach Jean-Claude Leclercq hat für die 17 Runden zu 13,2 km (Totaldistanz 224,4 km) eine Höhendifferenz von rund 3000 m errechnet. Mehr aber noch wird die Hitze den Fahrern zu schaffen machen. Gegen Ende des Rennens wird sich so eine natürliche Selektion ergeben. Das Rennen werde die Vorgehensweise der Schweizer diktieren, erklärte Leclercq, der das Schweizer Quintett als gleichberechtigt auf die gleiche Stufe stellt.

Im Gespräch mit den Fahrern stellte sich heraus, dass Rubens Bertogliati und Camenzind-Ersatz Gregory Rast vorwiegend Helferaufgaben erfüllen werden. Rast: "Ich verfüge nicht über die Form, um am Schluss vorne mitzufahren."

Bettinis ehrgeiziges Ziel

Seine ganze Saisonplanung auf den August ausgerichtet hat Paolo Bettini. "Für mich sind dies die wichtigsten vier Wochen des Jahres", erklärte der italienische Teamcaptain, der mit seinen 2. Rängen in Hamburg und in San Sebastian bereits zwei seiner Siegesmöglichkeiten vergeben hat.

Der Rückzug Michele Bartolis, begründet durch fehlende Form, erlaubte Italienes Selektionär Franco Ballerini, Luca Paolini nachzunominieren, Bettinis geschätzten Helfer. Die Rückendeckung für den italienischen Teamcaptain ist dadurch noch grösser. "Ich bin mir bewusst, dass ich den Pfeiler unserer Mannschaft darstelle. Am Samstag müssen wir ein intelligentes Rennen fahren und stets in einer Fluchtgruppe vertreten sein", hielt "il grillo" (Grille) Bettini fest.

Um eine homogene Squadra zu bilden, hat Ballerini auf die Nominierung von Weltcup-Leader Davide Rebellin sowie Jungstar Danilo Di Luca verzichtet. Die Spanier stellen das aussichtsreichste Aufgebot. Aller Augen sind auf das Trio Oscar Freire, Weltmeister Igor Astarloa und Alejandro Valverde gerichtet.

Valverde -- ohne die Tour de France in den Beinen -- dominierte die Gegner zuletzt in der Burgos-Rundfahrt nach Belieben. Für die Gegner stellt sich die taktische Knacknuss, wie sie dieses spanische Trio unter Kontrolle halten wollen, zumal alle drei Fahrer als spurtstark einzustufen sind. Bemerkenswert ist der Wandel im spanischen Profiradsport von den Rundfahrtenspezialisten zu den Königen der Eintagesrennen.

Ullrich ist Titelverteidiger

Als Sieger des letzten olympischen Strassenrennens in Sydney geht Jan Ullrich in Athen an den Start. Seit seinem Triumph hat der Deutsche eine bewegte Zeit hinter sich, die auch eine Sperre wegen Dopings -- die Einnahme von Aufputschmitteln ausserhalb der Wettkampfzeit -- einschliesst. Der Wahl-Schweizer war bei der Tour de France nicht in der Lage, Lance Armstrong (USA) bei dessen sechstem Gesamtsieg zu fordern. Ullrichs 4. Schlussrang stellte eine leise Enttäuschung dar.

Ob dem gebürtigen Rostocker ausgerechnet bei Olympia die grosse Rückkehr gelingt? Durch Alexander Winokurow (Kas) und Andreas Klöden (De) gelang dem Team Deutsche Telekom in Sydney ein Dreifach-Erfolg, der seinesgleichen sucht und der kaum wiederholbar ist.

Winokurow musste wegen seinem Sturz in der Tour de Suisse eine Zwangspause einschalten, bestätigte aber mit seinem Gesamtsieg in der Regio-Tour, dass er wieder zu seinem früheren Leistungsvermögen zurückfindet. Der deutsche Strassenmeister Klöden überraschte mit seinem 2. Platz in der Tour de France. Seine Hochform der drei Juli-Wochen scheint allerdings der Vergangenheit anzugehören.

(von Toni Nötzli, Athen/Si)

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