Schweizer bangen um Landsleute in Südasien
publiziert: Sonntag, 26. Dez 2004 / 13:44 Uhr

Bern - Viele Schweizer bangen um Landsleute, die sich zurzeit in der Katastrophenregion in Südasien aufhalten. Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat eine Hotline eingerichtet.

Unter dieser Nummer gibt das EDA Auskünfte für Angehörige.
Unter dieser Nummer gibt das EDA Auskünfte für Angehörige.
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Die Nummer lautet 031 325 33 33. Das Aussenministerium hat zudem einen Krisenstab eingesetzt. Die Zentrale in Bern stehe in Kontakt mit den Diplomaten vor Ort, erklärte eine EDA-Sprecherin. Angaben über Schweizer Opfer lägen gegenwärtig keine vor.

Auch mehrere Schweizer Reiseveranstalter haben Krisenstäbe im Einsatz. Betroffene Schweizer Gäste befinden sich in erster Linie auf den Malediven und auf der thailändischen Insel Phuket, wie Hotelplan-Sprecher Hans-Peter Nehmer erklärte.

Am frühen Sonntagmorgen hätte laut Nehmer ein Belair-Flieger mit 250 Hotelplan- und TUI-Gästen in Male, der Hauptstadt der Malediven, landen sollen. Das Flugzeug musste in der srilankischen Hauptstadt Colombo zwischenlanden.

400 Schweizer auf den Malediven

Insgesamt seien auf den Malediven gut 400 Schweizer Hotelplan-Gäste auf den verschiedenen Inseln verstreut. Diese müssten nun allesamt kontaktiert werden.

Drei Inseln im Ferienparadies gehörten Hotelplan. Die Infrastruktur dieser Inseln ist stark beschädigt worden, erklärte Nehmer. Gut 150 Schweizer Gäste warten derweil in Male auf ihren geplanten Rückflug. Wir müssen jetzt abklären, wann und wie wir die Leute ausfliegen können.

Auch über die gut 300 Hotelplan-Gäste in Phuket konnte Nehmer keine Angaben machen. Die zuständigen Reiseleiter sind bemüht, die Gäste zu kontaktieren.

Lage ist noch unklar

Der Reiseveranstalter Kuoni konnte die Anzahl Gäste in den betroffenen Gebieten noch nicht beziffern. Bei TUI hiess es, die Informationslage sei im Moment sehr unklar. Der Krisenstab arbeite intensiv mit dem EDA und mit der Elvia Reiseversicherung zusammen.

Bundespräsident Joseph Deiss sprach unterdessen im Namen des Schweizer Volks den Angehörigen der Opfer aus den betroffenen Ländern sein Beileid aus. Das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe (SKH) wurde alarmiert.

Glückskette richtet Sammelkonto ein

Die Glückskette eröffnete ein Sammelkonto. Es stehe jetzt schon fest, dass ganze Küstengebiete betroffen und Tausende Menschen gestorben seien, schrieb die Glückskette. Die Partner-Hilfswerke könnten in mehreren der betroffenen Länder aktiv werden.

Das Sammelkonto der Glückskette lautet 10-15000-6, Vermerk Seebeben Asien. Spenden können auch übers Internet gemacht werden: www.glueckskette.ch

(mo/sda)

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