Schweizer brauchen immer mehr Energie
publiziert: Freitag, 23. Jun 2006 / 11:26 Uhr

Bern - In der Schweiz ist im letzten Jahr so viel Energie beim Heizen, Fahren und Fliegen verbraucht worden wie noch nie.

Der Benzin-Verbrauch sank um 3 Prozent.
Der Benzin-Verbrauch sank um 3 Prozent.
Die wichtigsten Gründe waren das kühlere Wetter, die positive Entwicklung der Wirtschaft und die wachsende Bevölkerung.

Das Bundesamt für Energie (BFE) bezifferte den Totalverbrauch in seiner Mitteilung für 2005 mit 890 440 Terajoule. Das waren 1,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Zugenommen hat der Verbrauch von Dieselöl (9,2 %), Erdgas (2,7 %), Elektrizität (2,1 %), Heizöl extra-leicht (1,0 %), Fernwärme (4,5 %), Energieholz (2,9 %), erneuerbaren Energien (7,7 %) und Industrieabfällen (1,0 %). Tiefer als im Vorjahr war der Verbrauch von Kohle (1,2 %) und schweren Heizölsorten (21,2 %).

Diesel ersetzt weiter Benzin

Flug-Treibstoffe wurden zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 mehr verbraucht als im Vorjahr, und zwar 1,3 Prozent. Insgesamt stieg der Absatz von Treibstoffen um 0,7 Prozent.

Auf der Strasse wurde der Mehrverbrauch von Diesel damit kompensiert, dass 3 Prozent weniger Benzin getankt wurden. Der Ersatz von Benzin durch Diesel setze sich somit fort, hält das BFE fest.

Gemäss ersten Schätzungen stieg das BIP im letzten Jahr um real 1,9 Prozent. Die mittlere Wohnbevölkerung der Schweiz nahm um 0,6 Prozent zu, der Gesamtwohnungsbestand um 1 Prozent und die Zahl der Motorfahrzeuge um 1,5 Prozent. Die Gesamtenergiestatistik wird Anfang August vorliegen.

(rr/sda)

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