Entführung eines Schweizers in Mexiko
Schweizer in der Nähe von Mexiko-City entführt
publiziert: Dienstag, 11. Jan 2011 / 22:23 Uhr

Bern/Mexiko-City - In Mexiko ist ein Schweizer entführt worden. Das EDA bestätigte am Dienstagabend eine Vorabmeldung des Westschweizer Wochenmagazins «L'Illustré». Gemäss diesem Bericht fordern die Entführer des 50-jährigen Mannes Lösegeld.

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Laut dem Bericht, der am Mittwoch veröffentlicht wird, ist die Geisel ein Industrieller aus dem Berner Jura. Er lebt seit fast 20 Jahren in der Stadt Cuernavaca, etwa anderthalb Autostunden von Mexiko-City entfernt und hat ein Geschäft mit Schweizer Uhren aufgebaut.

Laut dem Bericht verschwand der Mann am 19. Dezember, als er in der Nähe seines Wohnhauses in einem Wald joggte. Die Entführer sollen ein Lösegeld von 300'000 Dollar (293'000 Franken) gefordert haben.

In Kontakt mit Behörden

Das Eidg. Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA eine Entführung in Mexiko. Das EDA sei in «regelmässigem Kontakt mit den lokalen Behörden, die für den Fall zuständig seien», sagte Sprecher Adrian Sollberger. Ebenso halte es Kontakt mit der Familie des Opfers.

Das EDA habe beim mexikanischen Aussenministerium und bei den Justizbehörden interveniert, um der Besorgnis der Schweiz wegen der Entführung Ausdruck zu geben. Parallel dazu habe sich das EDA mit Botschaften von Staaten ausgetauscht, die Erfahrung mit ähnlichen Fällen hätten, sagte Sollberger.

Teil des Lösegelds gezahlt - kein Lebenszeichen

Gemäss «L'Illustré» soll die Schweizer Botschaft in Mexiko es zunächst abgelehnt haben, die Ehefrau des Entführten zu treffen. Diese Information dementierte das EDA. Die Botschaft in Mexiko und die Sektion Konsularischer Schutz in Bern unterstützten die laufenden Anstrengungen für eine rasche Lösung, sagte Sollberger.

Laut dem Bericht des Magazins händigte ein Geschäftspartner des Opfers den Entführern am Tag nach der Tat 10'000 Franken des geforderten Lösegeldes aus. Seither seien die Angehörigen des Schweizers ohne Nachricht des Opfers geblieben. Auch von den Entführern hätten sie nichts mehr gehört.

Das EDA hat seine Reisehinweise für Schweizer Bürger, die nach Mexiko reisen oder in dem Land leben, nicht verändert.

(fest/sda)

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