Schweizer mit Sturzpech in den Finals
publiziert: Samstag, 6. Apr 2002 / 17:01 Uhr / aktualisiert: Samstag, 6. Apr 2002 / 19:16 Uhr

Laax - Nach dem ISF-Weltcup-Final in Laax stehen der Franzose Xavier Delerue und die Österreicherin Ine Pötzl als Boardercross- Weltmeister fest. Die Schweizer Fahrer hatten im Final viel Pech zu beklagen.

Boardercross:
Boardercross:
Xavier Delerue, 23-jährig, aus der Umgebung von Chamonix stammend, verteidigte seine Führung und auch den WM-Titel aus dem Vorjahr mit dem 2. Platz hinter Tagessieger Drew Neilson. Dem Kanadier brachte sein Tagessieg immerhin noch WM-Silber ein. Allerdings profitierten beide Fahrer vom Crash Marco Husers. Der Glarner, der sämtliche vorhergehenden Läufe (Time Trials, Achtel- bis Halbfinals) auf geradezu dominante Weise für sich entschieden hatte und das wohl beste Material der sechs Finalisten besass, hatte nach schlechtem Start eben zu einer Aufholjagd angesetzt, als er, auf Platz 3 liegend, kurz nach der ersten Kurve in einen Sturz verwickelt war.

Nach den verletzungsbedingten Absagen von Philippe Conte (2. der Gesamtwertung vor dem Saisonfinal) und Bertrand Denervaud (3.) konnten Neilson und auch der Kanadier Seth Wescott (WM-Dritter) in der Alpenarena trotz ihrer Finalqualifikation Delerue auf dem Weg zu seinem zweiten WM-Titel in Serie nicht mehr gefährden.

Die Massnahme, die Startzeit wegen der pickelharten Piste um eine Stunde zu verschieben, verfehlte ihre Wirkung nicht. Der anspruchsvolle, von diversen Fahrern als «nahezu perfekt» bezeichnete Kurs auf dem Crap Sogn Gion, der auf einer Länge von 810 Metern 180 m Höhendifferenz überwand, wurde durch die Sonne etwas aufgeweicht und dadurch wesentlich griffiger.

Pötzls Hattrick und Schweizer Sturzpech

In der Frauenkonkurrenz waren keine Rechnereien nötig. Die Österreicherin Ine Pötzl gewann auch ihr drittes Rennen der Saison und darf zum dritten Mal nach 1998 und 2000 einen WM-Titel in ihr Palmarès notieren. Der trinkfesten «Miss Boardercross», am Nippon Open wegen einer Fersenverletung nicht gestartet, war eigentlich nur Erin Simmons gewachsen. In Pötzls Abwesenheit hatte die Kanadierin in Japan triumphiert; sie hätte die mit dem österreichischen Spitzenfahrer Cri Maierhofer liierte Pötzl nur mit einem Sieg noch von der ersten Position verdrängen können.

Fabienne Reuteler und Manuela Pesko schafften die Finalqualifikation mit jeweils zwei Siegen in ihren Vorläufen. Im Rennen der besten sechs Riderinnen kamen sich die beiden Halfpipe- Spezialistinnen in einer unübersichtlichen Stelle in die Quere und stürzten. Die Ränge 5 und 6 waren ein schlechter Lohn für die «nur zum Spass startenden» Schweizerinnen. «Just for fun» hatte Reuteler übrigens die letzten beiden Austragungen in Laax gewonnen...

Der Bündner Ferienort bekundet grosses Interesse, in der kommenden Saison auch auf der neu entstandenen PSA-Tour wiederum Austragungsort einer Freestyle- (Take off) und einer Boardercross- Konkurrenz zu sein. Ariane Ehrat, Mediensprecherin der Alpenarena, betonte, dass nun den potenziellen Sponsoren ein Konzept vorgelegt werde. Grundsätzlich sei das Feedback positiv gewesen. Laax gehört mit Davos, dem Nippon und dem US Open in Stratton, Vermont, zu den traditionsreichsten Veranstaltungen im Snowboard-Weltcup.

(kil/sda)

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