Lohndiskriminierung in der Schweiz Realität
Schweizer sind Pioniere des Internationalen Tages der Frau
publiziert: Montag, 7. Mrz 2011 / 16:13 Uhr
Demonstrantinnen am Internationalen Frauentag 2005 in Bangladesh.
Demonstrantinnen am Internationalen Frauentag 2005 in Bangladesh.

Bern - Der Internationale Tag der Frau findet am Dienstag zum hundertsten Mal statt. Bei der Gründung des jährlichen Feiertages im Jahr 1911 leistete die Schweiz mit drei anderen Ländern Pionierarbeit.

7 Meldungen im Zusammenhang
«Der internationale Tag der Frau wurde zum ersten Mal am 19. März 1911 in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz gefeiert», heisst es auf der UNO-Webseite zu den Internationalen Feiertagen. Die Idee zum Frauentag war 1910 an der zweiten internationalen Konferenz der Sozialistenfrauen in Kopenhagen entstanden.

Am ersten Frauentag nahmen insgesamt über eine Million Frauen teil. Sie forderten das Frauenstimmrecht, das Recht auf die Ausübung öffentlicher Ämter und ein Ende der Diskriminierungen am Arbeitsplatz.

Lohnunterschiede in der Schweiz

Die Lohndiskriminierung ist hingegen immer noch Realität: Gemäss einer Studie des Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS) betrug die nicht begründbare Lohndifferenz zwischen Mann und Frau 2008 in der Schweizer Privatwirtschaft fast zehn Prozent.

Die Studie unterscheidet zwischen dem gesamten Lohnunterschied, der erklärbare Faktoren einschliesst, und der sachlich nicht begründbaren Lohndiskriminierung. Der gesamte Lohnunterschied betrug in der Privatwirtschaft 24,1 Prozent und beim Bund 17,6 Prozent.

Gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) ist die Lohndifferenz zwischen Frau und Mann von 1998 an kleiner geworden, aber von 2006 bis 2008 wieder leicht gewachsen. Die Bundesverfassung garantiert Frauen eigentlich seit 30 Jahren gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Und das Gleichstellungsgesetz verbietet eigentlich seit 15 Jahren jegliche Diskriminierung von Frauen.

FDP-Frauen treten für Rechte ein

Die FDP-Frauen nutzen am Dienstag die Gelegenheit des internationalen Aktionstages, um eine bessere Vertretung der Frauen in der «Teppichetage» der Schweizer Unternehmen zu fordern, wie sie mitteilten.

Die Gewerkschaften lancieren am Frauentag ihre Kampagne zum nationalen Aktions- und Streiktag vom 14. Juni, der an den Frauenstreiktag vor 20 Jahren erinnern soll. Auf dem Bundesplatz findet am Dienstag eine Kundgebung mit national bekannten Persönlichkeiten statt, wie der Schweizerische Gewerkschaftsbund mitteilte.

(dyn/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Schrille Töne und symbolische Aktionen haben am Dienstag den nationalen Frauenaktions- und Streiktag ... mehr lesen 2
«Farbe bekennen für die Gleichstellung» war das Motto. Viele Teilnehmerinnen wählten Lila.
Die Diskriminierung hat sich in den letzten Jahren sogar noch verschärft (Symbolbild).
Bern - Laut dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) sind ... mehr lesen
Zürich - Rund 200 Frauen - und einige Männer - haben am Samstagnachmittag an einer Demonstration durch die Zürcher Innenstadt teilgenommen. Anlass war das 100-jährige Jubiläum des Frauentages. mehr lesen 
Sängerin Annie Lennox hat sich anlässlich des Internationalen Frauentages für mehr Gleichberechtigung von Frauen ... mehr lesen 1
Annie Lennox.
Im Nationalrat sitzen 29 Prozent Frauen.
Genf - Die Zahl weiblicher Parlamentsabgeordneter hat weltweit einen neuen Höchststand erreicht - eines ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Wien - Der «Internationale Frauentag», der am 8. März in aller Welt begangen wird, geht auf eine Initiative der deutschen ... mehr lesen
Clara Zetkin hielt sich  zwischen 1882 und 1890 u.a. in der Schweiz auf.
Louise Arbour fordert von den Staaten eine schnelle Anpassung der Gesetze. (Archivbild)
Genf - UNO-Menschenrechtskommissarin Louise Arbour hat zum Weltfrauentag an diesem Samstag kritisiert, dass es in fast ... mehr lesen
Diskriminierung vor der Nase
Momentan werden gerade hundertausende nordafrikanische Frauen und Mädchen dadurch diskriminiert dass sie nicht nach Europa flüchten können und das Land in mühsamer Arbeit wieder aufbauen müssen während dessen die jungen Männer sich es gemütlich machen in der europäischen sozialen Hängematte. Eine echte Diskriminierung von Frauen und Mädchen, von Europa noch unterstützt seit mehr als 30 Jahren. Es gibt offenbar noch viel nachzuholen bei den Europäern und ihren verlogenen Asylgesetzen.
Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen Conti eingestellt.
Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen Conti eingestellt.
Entschädigungen für Basler Ex-Regierungsrat  Basel - Die finanziellen Verfehlungen des ehemaligen Basler CVP-Regierungsrats Carlo Conti haben für diesen keine strafrechtlichen Konsequenzen: Die Staatsanwaltschaft hat das Ende Juli 2014 eröffnete Verfahren gegen den früheren Gesundheitsdirektor eingestellt. 
Die biologische Vielfalt schwindet.
Experten warnen  Bern/Zürich/Neuenburg - Experten sprechen der Schweiz ein vernichtendes Urteil aus: Die biologische Vielfalt gehe weiter stark zurück und es ...  
Nationalrat spricht 148 Mio. Franken für Umweltschutz Bern - Der Nationalrat hat einen Rahmenkredit von 148 Millionen Franken für den weltweiten ...
Der Nationalrat will 148 Millionen Franken in Umweltfonds investieren.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1314
    Gute Bundesrätin! Bundesrätin Widmer-Schlumpf ist ihrem Amtsvorgänger haushoch überlegen. ... So, 19.04.15 17:33
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2947
    Neuer... Ausländerausweis recht und gut! Allerdings nützt es dem/der Betroffenen ... So, 19.04.15 09:58
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2947
    Die... USA dürften bald den längst überfälligen Schritt machen! Was in Europa ... Fr, 17.04.15 15:10
  • Midas aus Dubai 3490
    Feige Seien Sie wenigstens einmal nicht so feige Kassandra und schreiben eine ... Fr, 17.04.15 13:17
  • Kassandra aus Frauenfeld 1314
    Schweiz profitiert stärker als andere Was ein Experte sagt: (Name kommt im Text vor) "Nach einer Studie ... Fr, 17.04.15 05:25
  • Kassandra aus Frauenfeld 1314
    Es muss ja nicht immer alles rentabel sein, lieber PMPMPM! Das ist es ja gerade, bei der ... Do, 16.04.15 17:19
  • PMPMPM aus Wilen SZ 188
    Freizügigkeit ist Unsinn Erstens sind die Grenzgänger von der Einschränkung der ... Do, 16.04.15 09:57
  • wollyhood aus zürich 4
    BDP ist gut also ich finde die BDP gut und werde sie wählen. Do, 16.04.15 09:44
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 5°C 14°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel 4°C 16°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 5°C 17°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 4°C 19°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 5°C 19°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 6°C 20°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 10°C 23°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten