Schweizer spenden auch 2006 grosszügig
publiziert: Mittwoch, 27. Dez 2006 / 10:31 Uhr

Bern - Auch 2006 machen die Schweizerinnen und Schweizer ihrem Ruf alle Ehre: Sie zeigten sich gegenüber karitativen Organisationen wieder grosszügig. Die Anzahl an Spenden grenzt bei manchen nahezu an die Rekordzahlen vom Vorjahr.

Der Markt an karitativen Spenden dürfte ungefähr eine Milliarde Franken umfassen.
Der Markt an karitativen Spenden dürfte ungefähr eine Milliarde Franken umfassen.
1 Meldung im Zusammenhang
«Die Schweizer sind traditionell sehr grosszügig», sagt Marianne Tellenbach, Kommunikationsverantwortliche beim Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS). «Trotzdem bin ich jedes Jahr überrascht, wieviel sie jeweils nicht nur für die Entwicklungs- oder humanitäre Hilfe, sondern auch beispielsweise für den Umweltschutz spenden.»

Dem stimmt auch die Stiftung Terre des hommes zu. «Die Schweizer spenden viel. Der Markt an karitativen Spenden in der Schweiz dürfte ungefähr eine Milliarde Franken umfassen», sagte der Sprecher der Organisation für Kinderhilfe, Pierre Zwahlen.

Spendenrekord nach Tsunami

Der aktuelle Spendenstand bewegt sich im gleichen Rahmen wie jener des Vorjahres. Damals wurde nach der Tsunami-Katastrophe ein Spendenrekord erreicht. «2005 haben wir mehr als 23 Millionen Franken Spenden erhalten. In diesem Jahr sind es zwischen 21 und 23 Millionen», erklärte Tellenbach.

Die Hilfswerke erklären die Spendierfreudigkeit der Schweizer mit der guten Wirtschaftslage. Ausserdem betonen die beiden Organisationen das grosse Vertrauen, das ihnen die Spenderinnen und Spender entgegenbringen. «Ohne dieses Geld könnten viele NGO nicht effizient oder nur für kurze Zeit funktionieren», sagt Tellenbach.

Offene Geldbeutel bei Naturkatastrophen

Auch die Glückskette bestätigt, dass die Schweizer weltweit zu den Grosszügigsten zählen.

Ihr Sprecher, Roland Jeanneret, betont jedoch, dass die Schweizer ihr Portemonnaie vorwiegend bei Naturkatastrophen öffnen. «Dort können sie keinen Schuldigen ausmachen, im Gegensatz zu bewaffneten Konflikten, wo sie meist der Meinung sind, dass die Menschen einfach aufhören könnten, aufeinander einzuschlagen.»

(ht/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Chris Donovans Beitrag zur «World Press Photo Story of the Year».
Chris Donovans Beitrag zur «World Press Photo Story of the ...
Fotografie Vom 26. August bis 3. Oktober 2021 zeigt das IPFO Haus der Fotografie in Olten die Gewinner des World Press Photo Contest 2021 exklusiv in der Deutschschweiz. mehr lesen  
Wissenschaftler des Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) des MIT haben kürzlich einen neuen Algorithmus entwickelt, der einem Roboter ... mehr lesen  
Unter dem Begriff der subjektiven Lebensqualität versteht man im Allgemeinen das Wohlbefinden eines Menschen und seine Empfindung über die Qualität seiner Lebensumstände. In diese Lebensumstände zählen verschieden Faktoren hinein. An oberster Stelle steht hier der materielle Besitz. mehr lesen  
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 1°C 12°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
Basel 2°C 14°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 0°C 11°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Bern 0°C 13°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
Luzern 2°C 12°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Genf 1°C 15°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
Lugano 10°C 15°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten