Schweizer spenden trotz schwacher Wirtschaftslage grosszügig
publiziert: Dienstag, 7. Jan 2003 / 14:39 Uhr

Bern - Die schwierige Wirtschaftslage hat der Freigebigkeit der Schweizerinnen und Schweizer kaum Abbruch getan. Die meisten Hilfswerke haben 2002 keine Spendenrückgänge verzeichnet.

Das Hilfswerk Helvetas erreicht in etwa die Einnahmen des Rekordjahres 2001 und liegt damit über dem Budget, wie der Medienbeauftragte Andreas Friolet erklärte. Mit diesem Resultat sei Helvetas zufrieden, sagte Friolet.

Ähnlich sieht es bei Terre des Hommes Schweiz (TdH) und beim Schweizerischen Arbeiterhilfswerk (SAH) aus: Tendenziell sei etwa gleich viel gespendet worden wie 2001, hiess es bei den beiden Organisationen.

Leichte Einbussen erlitten hingegen Caritas und das Schweizerische Rote Kreuz. Rückläufig seien vor allem die allgemeinen, zweckfrei verwendbaren Spenden, sagte Eric Lobsiger, Leiter Marketing beim Roten Kreuz.

Bei Caritas habe der Rückgang zwei Gründe, sagte Kommunikationschef Odilo Noti: Erstens seien weniger der meist relativ hohen Einzellegate eingegangen, was als statistische Abweichung gelten könne.

Zweitens sei die Caritas ein ausgesprochenes Katastrophenhilfswerk, erklärte Noti: Weil es 2002 verglichen mit den beiden Vorjahren wenige Katastrophen gab, waren auch die Spenden tiefer.

Die Glückskette sammelte aus demselben Grund deutlich weniger als in den Vorjahren. Es sei kein nationaler Spendentag durchgeführt worden, sagte ihr Delegierter für die Deutschschweiz Roland Jeanneret. Er könne keine Spendemüdigkeit der Schweizerinnen und Schweizer im Zug der schlechten Wirtschaftslage feststellen, sagte Jeanneret weiter.

(bert/sda)

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