Olympia Ski nordisch: Kombination
Schweizer starten praktisch zeitgleich zum 7,5-km-Langlauf
publiziert: Donnerstag, 21. Feb 2002 / 21:34 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 21. Feb 2002 / 22:50 Uhr

Utah Olympic Park - Doppel-Olympiasieger Samppa Lajunen ist im Sprint der Nordisch-Kombinierer auf dem Weg zur dritten Goldmedaille. Der Finne startet heute (Freitag) mit 15 Sekunden Vorsprung auf Ronny Ackermann (De) zum 7,5-km-Langlauf.

Drei Schweizer verschafften sich nach dem Springen eine gute Ausgangslage für den Loipen-Sprint.
Drei Schweizer verschafften sich nach dem Springen eine gute Ausgangslage für den Loipen-Sprint.
Die jungen Schweizer überzeugten mit Ausnahme von Andreas Hurschler (38., 2:02 Minuten zurück) auf der Grossschanze mit einer geschlossenen Teamleistung. Seppi Hurschler (15., 1:08), Andy Hartmann (18., 1:14) und Ronny Heer (19., 1:15) besitzen für den Langlauf eine gute Ausgangslage, um in den Top 15 zu bleiben oder vorzustossen.

Herz schlug schneller

Eher unerwartet war Seppi Hurschler der beste Schweizer im Springen. Der erst 18-jährige Junior, der zeitgleich mit Junioren- Weltmeister Björn Kircheisen (De) zum Langlauf startet, sprang vor rund 20 000 Zuschauern 114 m weit. «Das Herz schlägt schon schneller, wenn man auf dem Balken sitzt, und hört wie die Zuschauer unten einen anfeuern», sagte der jüngere der Hurschler- Brüder zu seiner Olympia-Premiere. Für den heutigen Langlauf ist er zuversichtlich: «Ich bin gesund, deshalb wird es schon gut gehen.»

Etwas schief vom Tisch kam Andy Hartmann, der als einziger des Schweizer Teams schon in Nagano dabei gewesen war. «Ich habe aber aus dem Sprung noch viel gemacht», sagte der Bündner nach seinem 113,5-m-Flug. Der Neunte des Einzelwettkampfs, der wegen Fiebers auf die Staffel hatte verzichten müssen, ist wieder ganz gesund und dürfte auf der Loipe noch die eine oder andere Position gut machen. Leicht unter den Erwartungen blieb Ronny Heer. Der 20-jährige Horwer flog nur 112 m weit, nachdem er im Training doch deutlich mehr gezeigt hatte. «Ich ging etwas zu direkt über die Ski», sagte er nach dem nicht optimalen, zu aggressiv ausgeführten Sprung.

Lajunen mit Vorteil

Der erst 22-jährige Samppa Lajunen, der auf die Tageshöchstweite von 126,5 m segelte, kann heute Geschichte schreiben. Nach den Goldmedaillen im Einzel- und Staffel-Wettbewerb besitzt der Finne aus Jyväskylä gute Aussichten auch den erstmals im Olympiaprogramm figurierenden Sprint zu gewinnen. «Jede Sekunde Vorsprung, mit der man zum Langlauf starten kann, ist ein Vorteil», sagte Lajunen, der in der Freizeit in einer Musikband spielt. 15 Sekunden hinter ihm startet Ronny Ackermann, der bei 124,5 m aufsetzte. «Ich war beim Absprung zu früh. Deshalb fehlten mir einige Meter», sagte der Deutsche, der in der Einzel-Prüfung Vierter geworden war. Als Dritter startet Jaakko Tallus, der schon eine Einzel-Silber und eine Team-Goldmedaille besitzt, nur drei Sekunden hinter Ackermann. Relativ weit zurück liegt Weltcupleader Felix Gottwald, der 51 Sekunden hinter Lajunen zum Skatingrennen antritt.

(kil/sda)

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