Neues Modell
Schweizer würden Nabelschnurblut spenden
publiziert: Donnerstag, 1. Nov 2012 / 23:34 Uhr
Die Nabelschnur wird bnach der Geburt abgetrennt. (Symbolbild)
Die Nabelschnur wird bnach der Geburt abgetrennt. (Symbolbild)

Bern - Bei Bedarf würden viele Eltern in der Schweiz, die bei der Geburt ihres Kindes Nabelschnurblut privat eingelagert haben, dieses an Kranke in Not spenden. Dies ergab eine Studie des Inselspitals Bern. Dieses neue Spendenmodell könnte Nabelschnurblut-Spenden schweizweit ermöglichen.

Hypnose und Hypnosetherapie in Baden / Aargau
1 Meldung im Zusammenhang
«Unsere Studie hat gezeigt, dass Eltern sich eine private Spende wünschen, aber bei Bedarf auch gerne kranke Menschen in Not unterstützen wollen», schreibt Erstautorin Anna-Margaretha Wagner in einer Mitteilung des Inselspitals.

Nabelschnurblut enthält viele Blutstammzellen, mit denen diverse Knochenmarkserkrankungen wie Leukämie behandelt werden können. Deshalb wird heute vielerorts das Blut nach der Geburt schmerz- und risikofrei abgezapft und für eine spätere Verwendung eingelagert.

In der Schweiz gibt es zwei Aufbewahrungssysteme, die sich gegenseitig ausschliessen: entweder gegen Bezahlung in privaten Stammzellbanken für die Verwendung beim eigenen Kind oder als anonyme Spende in öffentlichen Nabelschnurblutbanken. Dort steht das Blut allen Patienten weltweit zur Verfügung.

Private Spenden können in jeder Geburtsklinik der Schweiz entnommen werden, öffentliche nur in fünf Kliniken. Denn Entnahme, Lagerung und die nötigen Gewebeanalysen sind sehr teuer. Die Zahl der öffentlichen Spenden ist somit klein. Die Kosten tragen private Stiftungen.

Die Lösung wäre eine sogenannte «Hybrid-Spende», bei der die Eltern das Blut auf eigene Kosten für ihr Kind einlagern, dieses aber bei Bedarf einem fremden Patienten freiwillig freigeben. Sie würden dann die Kosten von rund 3000 Franken zurückerstattet bekommen - und möglicherweise ein Menschenleben retten.

Hohe Akzeptanz

Das Team um Daniel Surbek, Chefarzt für Geburtshilfe am Inselspital, befragte 170 Eltern und Schwangere im Inselspital über ihre Meinung zum Modell. 85 Prozent von ihnen würden die Entnahme und Einlagerung des Nabelschnurbluts grundsätzlich unterstützen, berichten die Forschenden im Fachjournal «Transfusion».

Ohne Hybrid-Modell gab knapp die Hälfte der Befragten an, die Stammzellen privat für ihr eigenes Kind einlagern zu wollen. Mit Hybrid-Modell würden die meisten Befragten, nämlich 49 Prozent, diese Option wählen und nur 13 Prozent auf der rein privaten Spende bestehen.

Mit dem Hybrid-Modell wäre die Nabelschnurblut-Spende erstmals schweizweit möglich, da alle Geburtskliniken private Spenden entnehmen können, schreibt das Inselspital der Mitteilung.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Mitten in der Sommersession haben Bundespräsident Ueli Maurer und rund 30 Parlamentarier im Bundeshaus Blut ... mehr lesen
Blutreserven werden oft knapp.
Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
Hypnose und Hypnosetherapie in Baden / Aargau
Die Zentimeter-langen Lymphknoten sind die «Aussenposten» des Immunsystems im Körper.
Die Zentimeter-langen Lymphknoten sind die ...
Forscher der ETH Lausanne präsentieren Studie  Lausanne - Bei der Untersuchung von Wurm-Infektionen sind Forscher der ETH Lausanne (EPFL) auf eine überraschende Fähigkeit des Immunsystem gestossen: Lymphknoten produzieren anscheinend mehr Immunzellen, wenn sie von Darmwürmern infiziert sind. 
Neue Krebstherapie: Immunsystem zerstört Zellen London - Wissenschaftler des University College London haben einen Weg ...
Computervisualistik  Computervisualisten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben neue ...
Zika-Virus  Brasília - Brasilien hat seit dem Ausbruch der Zika-Epidemie im Oktober vergangenen Jahres 1271 Fälle von Mikrozephalie bei Babys ...  
Titel Forum Teaser
  • HeinrichFrei aus Zürich 424
    Probleme auf der Erde lösen, nicht auf dem Mars Hätte es auf der Erde nicht genügend Aufgaben die zu lösen wären, statt ... Do, 14.04.16 18:38
  • jorian aus Dulliken 1750
    UAE/Iran Im Iran kann der Jude seine Kippa auch tragen. So sollte es ... Fr, 04.03.16 00:30
  • Midas aus Dubai 3810
    Kämpfen Ausländer, Secondos, Muslime, Juden, sie allen sind Teil und Bürger der ... Do, 03.03.16 14:43
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3896
    Seit... einigen Jahren ist der Antisemitismus wieder auf dem Vormarsch. ... Di, 01.03.16 09:32
  • jorian aus Dulliken 1750
    Heute Abend kommt auf 3sat.... .... Cannabis Droge oder Medizin. Für mich ganz klar ... Do, 28.01.16 17:27
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3896
    Nach... Neptun geht es also weiter! Es gibt seit Jahrzehnten Fachbücher zum ... So, 24.01.16 22:46
  • Kassandra aus Frauenfeld 1747
    Zu dumm nur, dass der Jorian zu 100% aus chemischen Verbindungen besteht, er warnt ... Fr, 22.01.16 21:16
  • jorian aus Dulliken 1750
    Planet X! Als Pluto noch ein Planet war,wurden die belächelt, wo behaupteten, es ... Fr, 22.01.16 08:59
Wie werden Wasserkraftwerke wieder rentabel?
ETH-Zukunftsblog Zur Wirtschaftlichkeit der Wasserkraft Die Schweizer Wasserkraft darbt. Die Ursache dafür ...
Wir kommen zu Ihnen, damit Sie zuhause bleiben können
Massagepraxis in Zürich-Oerlikon
Medizin Jobs und Jobs Gesundheitswesen
 
Wettbewerb
   
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zum Release des siebten Teils der Star Wars-Serie («Das Erwachen der Macht») verlosen wir zwei DVDs.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 5°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 7°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
St. Gallen 6°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 4°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 6°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 6°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Lugano 9°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten