WEF 2015
Schweizerisch-chinesisches Spitzentreffen in Davos
publiziert: Mittwoch, 21. Jan 2015 / 20:49 Uhr
Beim Treffen mit Li Keqiang (Bild) in Davos wurden mehrere Abkommen unterzeichnet.
Beim Treffen mit Li Keqiang (Bild) in Davos wurden mehrere Abkommen unterzeichnet.

Davos - Am Rand des WEF sind sich die Schweiz und China einen weiteren Schritt näher gekommen. Im Davoser Rathaus führte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Mittwoch Gespräche mit Premierminister Li Keqiang. Beim Treffen wurden mehrere Abkommen unterzeichnet.

6 Meldungen im Zusammenhang
Eines davon ist eine Vereinbarung, die die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit der chinesischen Zentralbank abschloss. Diese betrifft die Einrichtung eines Renminbi-Clearing in der Schweiz mit dem Ziel, bilaterale Handelsgeschäfte und Investitionen zu erleichtern.

Bereits letzten Juli haben die beiden Banken ein Swap-Abkommen geschlossen. Sie schufen damit die Voraussetzungen für einen Renminbi-Hub - einen Handelsplatz für die chinesische Währung - in der Schweiz.

Der Bundesrat heisse chinesische Banken in der Schweiz willkommen und begrüsse die weit fortgeschrittenen Anstrengungen für deren Ansiedlung, heisst es in einer Mitteilung. Dazu gehört auch die Ankündigung der chinesischen Zentralbank, ihr Pilotprogramm für einen Renminbi-qualifizierten ausländischen institutionellen Investor mit einer Quote von 50 Milliarden Renminbi auf die Schweiz auszudehnen.

Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf kündigte an, ihr Arbeitstreffen Anfang Februar in Peking zu nutzen, um die Zusammenarbeit mit China im Finanzbereich weiter zu vertiefen.

Abkommen zu Lebensmittel und Medizin

Ein weiteres Abkommen hat Gesundheitsminister Alain Berset mit Zhang Yong, dem für die China Food and Drug Administration zuständigen Minister, unterzeichnet. Es betrifft die Bereiche Lebensmittel, Arzneimittel, Medizinprodukte und Kosmetika.

Ziel ist es, die Behördenzusammenarbeit zu vertiefen. Durch einen regelmässigen Austausch soll ein gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen Systeme und für die rechtlichen Rahmenbedingungen der beiden Länder geschaffen werden.

Die vom Abkommen betroffenen Bereiche sind nicht Teil des Freihandelsabkommens, das letztes Jahr in Kraft getreten ist. Die vertiefte Behördenzusammenarbeit könnte die Grundlage für eine Annäherung bei den Themen Nahrungsmittel und Gesundheit darstellen.

Menschenrechtsdialog im März fortgesetzt

Bundespräsidentin Sommaruga unterstrich beim Treffen das gute und langjährige Verhältnis zwischen den Ländern und würdigte die bilateralen Beziehungen, die sich dieses Jahr zum 65. Mal jähren.

Sie betonte auch die Bedeutung des Freihandelsabkommen und des laufenden Dialogs in verschiedenen Bereichen. Mit Li Keqiang vereinbarte sie, dass der nächste Menschenrechtsdialog zwischen den beiden Ländern im März in der Schweiz stattfindet.

(jbo/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Eveline Widmer-Schlumpf hat in Peking die Finanzbeziehungen mit China vertieft.
Peking - Eveline Widmer-Schlumpf hat in Peking die Finanzbeziehungen mit China vertieft. Die Bundesrätin kündigte am Freitag an, eine chinesische Bank werde bis Ende Jahr in ... mehr lesen
Davos GR - Für Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga muss sich das ... mehr lesen
Noch bessere Vertretung nötig - bei der Suche nach Lösungen darf niemand ausgeschlossen werden, meinte Ahmet Davutoglu.
Davos GR - Die Türkei hat 2015 die ... mehr lesen
Davos - Davos ist während des WEF immer auch Plattform für Organisationen, die auf ... mehr lesen
Einen Schneemann für jedes Land der Welt.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Sommaruga weist auf die Schattenseiten der Globalisierung hin.
Davos - In ihrer Eröffnungsrede am WEF in Davos hat Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Mittwochabend auf die Schattenseiten der Globalisierung hingewiesen. Sie rief ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Bundespräsident Schneider-Ammann traf in Davos den französischen Premierminister Manuel Valls, EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und EU-Forschungskommissar Carlos Moedas.
Bundespräsident Schneider-Ammann traf in Davos den französischen ...
Keine Zugeständnisse aus Brüssel  Bern - Der Bundesrat hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) für eine Charme-Offensive bei den EU-Ländern genutzt. Mehr konnte er in Davos gar nicht tun. So lange die Probleme mit Grossbritannien nicht gelöst sind, wird Brüssel der Schweiz keine Zugeständnisse machen. mehr lesen 
WEF 2016  Zürich - Rund 250 Menschen haben am Samstagnachmittag in der Stadt Zug gegen das ... mehr lesen  
Die Polizei ging aktiv gegen die Demonstranten vor. (Symbolbild)
Das WEF 2016 verlief ruhig ab.
WEF 2016 verlief ruhig  Davos GR - Die Bündner Behörden ziehen ein positives Fazit des ... mehr lesen  
WEF 2016  Davos GR - Das 46. Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos GR gehört der Geschichte ... mehr lesen  
Das WEF 2016 ist offiziell vorbei.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 3°C 9°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Basel 6°C 10°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 5°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Bern 2°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 4°C 11°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf 5°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Lugano 6°C 8°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass anhaltender Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten