Schweizerischer Bauernverband fordert griffigen Sozialplan
publiziert: Dienstag, 12. Nov 2002 / 12:55 Uhr

Bern - Der Schweizerische Bauernverband (SBV) fordert den Bundesrat auf, sofort einen Sozialplan für die Landwirtschaft zu realisieren. Eindringlich verlangt er zudem die Schaffung einer Betriebsaufgabeentschädigung. Die Lage sei besorgniserregend.

Der Schweizerische Bauernverband (SBV).
Der Schweizerische Bauernverband (SBV).
Eine entsprechende Resolution haben die SBV-Delegierten in Bern verabschiedet. Die soziale Sicherheit und der materielle Wohlstand vieler Bauernfamilien seien akut gefährdet, heisst es darin.

Die Einkommenslage vieler Betriebe, vor allem in Berggebieten und Randregionen, verschlechtere sich fast täglich. Und ein Ende dieser Entwicklung sei nicht abzusehen. Es sei deshalb höchste Zeit, unabhängig von der Agrarpolitik 2007 griffige und moderne Sozialmassnahmen einzuführen, die diesen Namen auch verdienten.

Die vom SBV wiederholt geforderte Betriebsaufgabeentschädigung soll es Bauern mit einem auslaufenden Betrieb ermöglichen, würdig und freiwillig aus der Produktion auszusteigen. Sie trüge damit dazu bei, die Existenzgrundlage der verbleibenden Betriebe zu verbessern, die die freiwerdenden Flächen übernehmen könnten.

Die Agrarpolitik 2007 des Bundesrates sei von einer einseitigen Liberalisierungstendenz geprägt, kritisierte SBV-Präsident Hansjörg Walter vor der Delegiertenversammlung. Der SBV sei nicht gegen eine Fortsetzung der Agrarreform, Wandel lasse sich nirgends aufhalten. Das müsse aber umsichtig und sozialverträglich vor sich gehen.

Die Schweizer Bauern schauen auf ein bewegtes Jahr zurück. Vor der aktuellen Lage im Milchmarkt und dem Zusammenbruch der Swiss Dairy Food gelte es einen klaren Kopf zu bewahren, sagte Walter. Die schwierige Lage berge auch Chancen und könne dazu ermutigen, nicht mehr zeitgemässe Strukturen zu bereinigen.

SBV-Direktor Jacques Bourgeois - seit 100 Tagen ohne Schonfrist im Amt - sagte in seiner Rede, mit den bilateralen Abkommen mit der EU öffne sich langsam das Tor zu Europa. Die Senkung der Zölle der EU dürfte die Verkäufe auf dem europäischen Markt stark verbessern.

(bert/sda)

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