Schwere Erdbeben in Japan
publiziert: Sonntag, 24. Okt 2004 / 08:08 Uhr

Tokio - Nach der Serie schwerer Erdstösse in der nordwestjapanischen Provinz Niigata ist die Zahl der Todesopfer bis zum Sonntagmittag auf 19 gestiegen. Wie japanische Medien berichteten, wurden mehr als 1400 Menschen verletzt.

Strassen brachen auf, Häuser stürzten ein - noch immer werden viele Menschen vermisst.
Strassen brachen auf, Häuser stürzten ein - noch immer werden viele Menschen vermisst.
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Kurz nach dem Hauptbeben am Vorabend gegen 18 Uhr Ortszeit mit einer Stärke von 6,8 auf der Richterskala erschütterten schwere Nachbeben die Unglücksprovinz. Seither wurden Hunderte Nachbeben registriert.

Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 6,8 auf der Richterskala lag rund 250 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio in der Provinz Niigata.

Durch die heftigen Erdstösse stürzten mehrere Häuser ein, Strassen brachen auf, Wasser- und Gasleitungen barsten, Strommasten kippten zur Seite. Feuer brachen aus. Zum ersten Mal in der Geschichte des japanischen Hochgeschwindigkeitszuges Shinkansen entgleiste ein solcher Zug, verletzt wurde dabei aber niemand.

Fast 70 000 Menschen brachten sich in Folge der schweren Erschütterungen in Sicherheit. Einige werden noch vermisst. Viele Bewohner verbrachten die kalte Nacht unter freiem Himmel und versuchten sich mit Decken, Ölöfen oder an offenen Feuerstellen warm zu halten.

Einsatzkräfte versorgten die Menschen am Sonntag mit Trinkwasser und Lebensmitteln. Das Fernsehen zeigte Bilder von zerstörten Häusern und Strassen. Wasser- und Gasleitungen barsten, Strommasten kippten zur Seite. Stellenweise gingen Erdrutsche nieder.

(rr/sda)

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