Schwere Krawalle in Paris
publiziert: Donnerstag, 23. Mrz 2006 / 19:55 Uhr

Paris - Bei den anhaltenden Protesten gegen die Lockerung des Kündigungsschutzes hat es in Frankreich schwere Krawalle gegeben.

In ganz Paris standen Autos und Geschäfte in Flammen. (Archivbild)
In ganz Paris standen Autos und Geschäfte in Flammen. (Archivbild)
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Hunderte Randalierer lieferten sich nach einer Grosskundgebung in Paris Strassenschlachten mit der Polizei.

Autos und ein Geschäft standen vorübergehend in Flammen, Vermummte bewarfen die Feuerwehr mit Steinen. Landesweit gingen mindestens 220 000 Menschen, zumeist Schüler und Studenten, auf die Strassen.

Bei den Ausschreitungen am Pariser Invalidendom in der Nähe des Eiffelturms gab es mehrere Festnahmen; auch in Orléans und anderen Städten nahm die Polizei mutmassliche Randalierer fest.

Premierminister Dominique de Villepin lud die Gewerkschaften für Freitagnachmittag zum Gespräch über die umstrittene Reform.

Keine Gespräche

Frankreichs Gewerkschaftsführer und der Chef der grössten Studentenorganisation Unef, Bruno Julliard, zeigten sich grundsätzlich bereit, auf Villepins Einladung einzugehen. Sie bestanden aber darauf, vor einem echten Dialog müsse der umstrittene Erstanstellungsvertrag (CPE) zurückgenommen werden.

Der Vertrag ermöglicht innerhalb zweier Jahre Kündigungen ohne Nennung von Gründen. Villepin lehnt eine Rücknahme seines Gesetzes bisher ab.

Der Premier sagte am französischen Bauerntag in Metz, er wolle die Sozialpartner «schnell» treffen. Ziel sei es, «gemeinsam Antworten auf die Sorgen der Jugend in unserem Land» zu finden. Am Freitagvormittag wollten zunächst Gewerkschaften, Studenten- und Schülerorganisationen über ihr weiteres Vorgehen beraten.

Prüfungstermine verschieben

Sie riefen bereits einen landesweiten Protesttag mit Streiks für den kommenden Dienstag aus.

Wegen der Blockaden und Proteste an den Universitäten prüft die Regierung eine Verschiebung der Prüfungstermine an den Hochschulen.

Bildungsminister Gilles de Robien sagte im Radiosender RMC, zunächst werde versucht, die ausgefallenen Kurse nach den Protesten nachzuholen.

(rr/sda)

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