Schwere humanitäre Krisen in Somalia und Simbabwe
publiziert: Montag, 22. Dez 2008 / 16:29 Uhr / aktualisiert: Freitag, 12. Nov 2010 / 10:07 Uhr

Berlin - Gewalt und Hunger in Somalia sowie Cholera und Aids in Simbabwe gehören nach Einschätzung von Ärzte ohne Grenzen zu den schwersten humanitären Krisen dieses Jahres.

Zu den schlimmsten Krisenregionen rechnet die Organisation Burma, den Irak und die Somali-Region in Äthiopien.
Zu den schlimmsten Krisenregionen rechnet die Organisation Burma, den Irak und die Somali-Region in Äthiopien.
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«2008 erlebten die ohnehin schon um ihr Überleben kämpfenden Somalier einige der schwersten Gewaltausbrüche seit über einem Jahrzehnt», erklärte die Organisation zur Veröffentlichung der Liste der zehn schlimmsten humanitären Krisen des Jahres.

In Simbabwe, wo angesichts der galoppierenden Inflation Lebensmittel schwer erhältlich seien, litten insbesondere die zwei Millionen HIV-Infizierten unter der Krise, hiess es weiter. Wegen der zusammengebrochenen Infrastruktur im Land habe sich der «schwerste Choleraausbruch seit Jahren» schnell ausgebreitet.

Teams von Ärzte ohne Grenzen würden weltweit immer wieder «Zeugen der medizinischen und psychologischen Konsequenzen von extremer Gewalt, Vertreibung und eigentlich behandelbaren, aber vernachlässigten Krankheiten», erklärte der internationale Präsident der Organisation, Christophe Fournier.

Aufmerksamkeit erreichen

«Mit der Liste hoffen wir, die Aufmerksamkeit auf Millionen Menschen zu lenken, die in Konflikten und Kriegen gefangen und von medizinischen Krisen betroffen sind und deren Leid so selten wahrgenommen wird.» Zu den schlimmsten Krisenregionen rechnet die Organisation Birma, den Irak und die Somali-Region in Äthiopien.

Der Bericht wies zudem darauf hin, dass in der Demokratischen Republik Kongo wegen des Bürgerkriegs hunderttausende Menschen auf der Flucht sind. Flüchtlinge seien für sonst leicht behandelbare Leiden wie Atemwegserkrankungen und Durchfall besonders anfällig.

In Pakistan sind laut Ärzte ohne Grenzen aus dem an Afghanistan angrenzenden Nordwesten tausende Menschen vor den Kämpfen zwischen Armee und Aufständischen geflohen.

(smw/sda)

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