Schweres Erdbeben in Indonesien
publiziert: Mittwoch, 12. Sep 2007 / 13:40 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 13. Sep 2007 / 00:12 Uhr

Jakarta - Ein schweres Erdbeben hat Indonesien erschüttert und im ganzen Indischen Ozean Ängste vor einer Tsunami-Welle ausgelöst. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, Dutzende wurden verletzt.

Für Sumatra wurde auch eine Tsunami-Warnung herausgegeben. (Archivbild)
Für Sumatra wurde auch eine Tsunami-Warnung herausgegeben. (Archivbild)
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Die Erdstösse hatte nach US-Angaben die Stärke von 8,2 auf der Richterskala.

Das Epizentrum lag etwa hundert Kilometer südwestlich der Insel Sumatra im Indischen Ozean. Später erschütterte ein Nachbeben der Stärke 6,6 die Westküste Sumatras.

Warnung vor Tsunami

In Indonesien, Sri Lanka, Indien und Malaysia aktivierten die Regierungen zweimal den Tsunami-Alarmplan.

Der erste Alarm wurde nach rund zwei Stunden wieder aufgehoben. Später gab es eine zweite Warnung, auch diese wurde aber kurz darauf wieder aufgehoben.

In Ostafrika wurden mehrere Warnungen für den Abend ausgesprochen. In Kenia und Tansania wurde vor einer gegen 23.40 Uhr (22.40 Uhr MESZ) erwarteten Welle gewarnt.

Schwere Schäden

Das heftige Seebeben ereignete sich um 18.10 Uhr Ortszeit (13.10 Uhr MESZ) in 15 Kilometer Tiefe. Auf Sumatra stürzten Häuser ein; die grössten Schäden wurden aus der Provinz Bengkulu gemeldet.

Ein Polizist berichtete einem Radiosender, er habe ein dreistöckiges Haus einstürzen sehen. Überall seien Menschen in Panik auf die Strasse gerannt und teilweise mit Motorrädern in höher gelegene Regionen geflüchtet.

Grosse Reichweite

Der Erdstoss erschütterte auch die Provinz Banten in Westjava. In der 600 Kilometer entfernten Hauptstadt Jakarta schwankten Hochhäuser und Menschen liefen auf die Strassen. Auch in Singapur und Kuala Lumpur wurden einige Hochhäuser geräumt.

In Indonesien kommt es immer wieder zu Erdbeben. Es liegt im seismologisch aktiven Teil des so genannten pazifischen Feuerrings. Im Dezember 2004 waren bei einem Tsunami an der Küste des Indischen Ozeans rund 230 000 Menschen ums Leben gekommen.

(bert/sda)

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