Olympia - Hintergrund
Schweres Heimspiel für die Mormonen
publiziert: Dienstag, 12. Feb 2002 / 09:19 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Feb 2002 / 10:22 Uhr

Salt Lake City - In ihrer eigenen Hauptstadt sind die 'Heiligen der letzten Tage' seit Beginn der Winterspiele ins Kreuzfeuer der Konkurrenz geraten. Jeder hatte beim Heimspiel ihre Offensive erwartet, doch das 'Buch Mormon' wird den Olympia-Gästen bislang keineswegs an jeder Strassenecke aufgedrängt.

Den Mormonen wird derzeit in ihrer Hauptstadt Salt Lake City das Leben schwer gemacht.
Den Mormonen wird derzeit in ihrer Hauptstadt Salt Lake City das Leben schwer gemacht.
Dagegen nutzen Vertreter zahlreicher anderer Kirchen und Sekten die olympische Bühne für massive Werbung und überziehen gleichzeitig die heimischen Mormonen mit massiver Kritik. Ausgerechnet die 'geborenen Bekehrer' stehen mit dem Rücken zur Wand. Auf eigenem Boden haben sie sich bewusst Zurückhaltung auferlegt, nun sind ihnen Evangelisten, Baptisten, Presbyterianer, Methodisten, Scientologen oder Falungong-Anhänger zuvorgekommen.

Vor den Pforten des Mormonen-Tempels im Zentrum der Stadt sehen sich die heimischen Gläubigen des 'dritten Buchs der Bibel' auf Spruchbändern als Anhänger eines 'falschen Propheten' verhöhnt. 'Der Mormonen-Jesus ist der geistige Bruder des Teufels' steht auf dem Transparent von John Swortfiguer. Er gehört den 'wiedergeborenen Christen' an und ist extra aus Fairbanks in Alaska zur zweiwöchigen Mission in Feindesland angereist.

Doug McAffee jr. war früher selbst Mormone, jetzt ist er Mitglied der Anchor Baptist Church von Salt Lake City. Rund 360'000 Broschüren lässt seine neue Kirche über die eigenen Mitglieder während der Spiele verteilen.

Mehr um die Aufmerksamkeit der Welt als um die Seelen kämpft die Falungong-Sekte, die seit Beginn der Spiele gegen ihre Unterdrückung in China demonstriert. Täglich finden im Pioneer Park nahe des Zentrums ihre Meditationen statt. Über 300 Falungongs hatten schon zur Eröffnungsfeier mit Lichterketten auf sich aufmerksam gemacht.

Auch die 'Tibetische Vereinigung in Utah' protestierte im Pioneer Park, der eigens für derartige Veranstaltungen freigegeben wurde, gegen die Unterdrückung ihres Volkes durch China. Allerdings mit wenig Resonanz, wie ihr Sprecher Khondo Chazotsang in der Lokalzeitung 'Desert News' zugab: "Unser Fehler war, dass wir den Sonntagvormittag als Termin genommen haben. Da sind zu viele Leute in der Kirche."

(sk/sda)

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