Tessin fordert frühes Lastwagenverbot für Ostertage
Schwerverkehr im Tessin: Task Force konstituiert
publiziert: Mittwoch, 4. Apr 2001 / 19:18 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 4. Apr 2001 / 19:53 Uhr

Bellinzona - Wegen der Lastwagenstaus auf der A2 hat die Tessiner Regierung an den Bundesrat appelliert, die Autobahn ab Gründonnerstag für den Schwerverkehr zu schliessen. Die Task Force des Bundes hat am Mittwoch ihre Arbeit aufgenommen.

Angesichts des für Ostern erwarteten Verkehrsaufkommens solle der Bundesrat den Lastwagenverkehr bereits ab Gründonnerstag 12 Uhr und nicht erst für das Wochenende verbieten, fordert der Tessiner Staatsrat von der Landesregierung.

Die Sofortmassnahmen vom vergangenen Donnerstag könnten nicht länger als bis Ende Woche beibehalten werden, heisst es weiter. Die Nutzung eines Autobahn-Teilstücks in der Leventina als LKW- Parkplatz sei für die Autofahrer gefährlich und für die Lastwagenfahrer lästig.

Arbeit aufgenommen

Die Task Force «Lastwagentransit» werde die Anfrage der Tessiner Regierung prüfen, sagte Hugo Schittenhelm, Infobeauftragter beim Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) auf Anfrage.

Die Arbeitsgruppe nahm am Mittwoch ihre Tätigkeit auf. Noch diese Woche will sie über Massnahmen beraten, die kurzfristig wirken sollen. Zudem soll sie zusammen mit den betroffenen Kantonen und den Strassentransportverbänden die Grundlagen für eine wirksame Früherkennung von Risiken erarbeiten.

Die Task Force wird von Michel Egger, Vizedirektor des Bundesamtes für Strassen, geleitet. Sie setzt sich aus Vertretern der Oberzolldirektion, des Bundesamtes für Verkehr, des VBS, der Kantone, des Nutzfahrzeugverbandes Astag und der Routiers Suisse zusammen.

Tessin nicht vertreten

Der Entscheid, diese Arbeitsgruppe zu bilden sei den Tessiner Behörden am Freitag nicht offiziell mitgeteilt worden, beklagt sich der Staatsrat. «Wir haben davon aus der Presse erfahren, obwohl das Tessin in dieser Arbeitsgruppe vertreten sein müsste», sagte Regierungspräsidentin Marina Masoni.

Die Kantonsregierung will nun die Bundesbehörden treffen, um andere Kontrollmassnahmen für den Lastwagenverkehr zu ergreifen. Sie ist zudem der Ansicht, dass die Koordination des Schwerverkehrs auf der A2 vom Bund geregelt werden muss. Bern müsse die Kosten übernehmen, welche die Situation verursacht habe, fordert sie.

Auch die in der Task Force vertretenen Routiers Suisse üben Kritik. Für die Europakompatibilität würden wichtige Verkehrsverbindungen geopfert, schreibt der Verband. Nun seien Feuerwehrübungen geplant. Dringendst müsste aber die Verkehrspolitik überdacht werden. Das Chaos werde sonst anhalten.

Lastwagen nicht mehr blockiert

Auf der A2 normalisierte sich die Situation am Mittwoch. Die Lastwagen waren nicht mehr blockiert, mussten aber am Zoll von Chiasso warten. Ab Donnerstag könnte der Schwerverkehr wieder zunehmen. Behinderungen werden zudem für kommende Woche erwartet.

(kil/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Gotthard 2016  Berlin - «Tunnel» - mit sechs Riesenbuchstaben feiert die Schweizer Botschaft in Berlin die Eröffnung des neuen Gotthard-Basistunnels. Während zwei Monaten wird der Schriftzug das Dach der Vertretung zieren. mehr lesen 1
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für ... mehr lesen   3
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke waren im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie ursprünglich nicht vorgesehen.
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen verkaufen müssen. Darauf haben sich die eidgenössischen Räte geeinigt. Der ... mehr lesen  
Beginn mit Segnung  Bern - Mit einem Treffen der Verkehrsminister der Alpenländer am Dienstagnachmittag werden die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels eingeläutet. Wenige Stunden später wird der Tunnel der SBB übergeben. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 13°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 14°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 14°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 13°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 15°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 15°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 18°C 27°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten