Schwerverletzte bei Brandstiftung in Genfer Gefängnis
publiziert: Freitag, 7. Jul 2006 / 15:08 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Jul 2006 / 23:32 Uhr

Genf - Ein Untersuchungshäftling hat im Genfer Gefängnis Champ-Dollon einen Brand gelegt. Dabei erlitt er lebensgefährliche Verbrennungen. Ein Zellennachbar erlitt eine schwere Rauchvergiftung.

Das Gefängnis Champ-Dollon gilt als chronisch überbelegt.
Das Gefängnis Champ-Dollon gilt als chronisch überbelegt.
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Der 38-jährige Brandstifter schwebe aufgrund seiner schweren Verbrennungen in Lebensgefahr, teilten die Genfer Justizbehörden mit. Er sei ins Lausanner Universitätsspital CHUV gebracht worden.

Der Mann, der seit Mai wegen Diebstahls in Untersuchungshaft war und seit 1995 bereits zum 13. Mal in Champ-Dollon einsass, leide unter psychischen Störungen, hiess es an einer Medieninformation.

Brandstiftung

Vor drei Tagen sei der Mann gegen die Gefängniswärter gewalttätig geworden. Nach einem Tag Abklärungen in ärztlicher Obhut habe man ihn am Donnerstagabend allein in eine Zelle gesteckt, wo er ein erstes Mal Feuer gelegt habe. Daraufhin sei er durchsucht und in einer anderen Zelle eingesperrt worden.

Um 04.45 Uhr stellten die Wärter erneut den Ausbruch eines Feuers fest. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Eine Evakuation des Gefängnisses sei deshalb nicht nötig gewesen, hiess es weiter. Wie es dem Häftling gelungen ist, nochmals Feuer zu legen, ist Gegenstand einer Untersuchung.

Das Gefängnis Champ-Dollon gilt als chronisch überbelegt. Gegen 500 Häftlinge müssen sich die für 270 Insassen vorgesehenen Räume teilen. Das führe unter anderem zunehmend zu Reibereien mit den Gefängniswärtern.

(bert/sda)

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