Schwierige Beratungen an UNO-Klimakonferenz
publiziert: Samstag, 10. Apr 2010 / 17:32 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 11. Apr 2010 / 11:17 Uhr

Bonn - An der Bonner UNO-Klimakonferenz haben sich schwierige Beratungen über das weitere Vorgehen für ein globales Klima-Abkommen abgezeichnet. Die Differenzen vom Kopenhagener Weltklimagipfel wirken nach und überschatten den Neustart.

Das Kyoto-Protokoll läuft 2012 aus, die Zukunft bleibt ungewiss.
Das Kyoto-Protokoll läuft 2012 aus, die Zukunft bleibt ungewiss.
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Rund 2000 Regierungsvertreter aus aller Welt wollen sich bis zum Sonntag auf einen Fahr- und Arbeitsplan für Verhandlungen in diesem Jahr verständigen.

Es ist die erste UNO-Konferenz seit dem weitgehenden Scheitern des Klimagipfels im Dezember.

Grundlage und Ziel unklar

Unklar und strittig blieb in Bonn bisher die künftige Verhandlungsgrundlage. Welcher Faden soll aufgenommen werden? Ebenso unklar ist das Ziel der Verhandlungen: Was für eine Vereinbarung soll angepeilt werden?

Weitgehend Übereinstimmung gab es darin, dass es vor dem nächsten Klimagipfel in Cancún (Mexiko) im November/Dezember 2010 noch weitere Verhandlungsrunden geben soll. Die nächste grössere UNO-Konferenz ist bereits für Mai/Juni in Bonn terminiert.

Zunehmende Skepsis

Die anhaltenden Differenzen sorgten bei Konferenzteilnehmern für zunehmende Skepsis, dass bereits in Cancún ein neues verbindliches Abkommen erreicht werden kann. Möglicherweise bleibt eine solche Zielsetzung sogar offen.

Das Kyoto-Protokoll von 1997 zur Verminderung klimaschädlicher Treibhausgase in Industrieländern läuft 2012 aus. Einen anderen globalen Vertrag für den weltweiten Klimaschutz gibt es nicht.

Die USA und eine mit ihnen auf einer Linie liegende Ländergruppe wollen die politische Vereinbarung von Kopenhagen als Basis nehmen. Andere Länder lehnen den Text als unverbindliche politische Erklärung ab und plädieren dafür, frühere umfassende Entwürfe wieder zu nutzen, zu denen in Kopenhagen kein Konsens möglich war.

(sl/sda)

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