Schwimmen: Das Dutzend ist noch nicht voll
publiziert: Freitag, 7. Mai 2004 / 19:02 Uhr

Madrid - Die Schweizer Olympia-Aspiranten erhalten an den EM ab Montag die dritte und letzte Chance, sich für Athen (bis 20. August) zu qualifizieren. Nach der kurzfristigen Absage von Flavia Rigamonti fehlt in Madrid erneut das Schweizer Aushängeschild.

Flavia Rigamonti felht in Madrid.
Flavia Rigamonti felht in Madrid.
Langbahn-Titelkämpfe ohne Medaillenanwärterin Flavia Rigamonti, die ihre Saison ganz auf Athen ausrichtet, gabs für Swiss Swimming schon zuletzt 2003 an den WM in Barcelona.

Erstmals seit den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta blieben damals die Schweizer Schwimmer an internationalen Meisterschaften ohne Finalqualifikation. Die Bilanz vor einem Jahr fiel mit nur drei Halbfinalplätzen und vier Schweizer Rekorden sehr mager aus.

Wie in Barcelona springen weniger als 100 Tage vor Olympia-Beginn auch in Madrid 18 Schweizer ins 50-m-Freiluftbecken. Die Mehrzahl hat sich allerdings auf Staffel-Einsätze zu konzentrieren: Von den acht Schweizerinnen konnte sich nur Chantal Strasser über eine olympische Einzeldisziplin qualifizieren, bei den Männern wars immerhin die Hälfte (Philipp Gilgen, Flori Lang, Remo Lütolf, Karel Novy und Yves Platel).

Ein Dutzend für Athen

Für die Olympischen Spiele wurden bisher ein Dutzend Schwimmer selektioniert. Ausser durch Staffel-Ersatzschwimmerinnen (Sandrine Paquier?) und Flori Lang (SV Limmat), der über 100 m Rücken allerdings endlich einmal auch international sein Potential ausschöpfen müsste, wird diese Schweizer Delegation in Madrid kaum mehr gross anwachsen.

Die grössten Chancen, sich noch über eine Einzellimite für Olympia zu qualifizieren, werden Chantal Strasser zugesprochen -- umso mehr nach dem Verzicht Rigamontis. Über 400 m Crawl fehlte der 26-jährigen Frauenfelderin Ende März an den Schweizer Meisterschaften in Genf nur rund eine halbe Sekunde zur Swiss-Swimming-Limite. Dennoch muss Strasser nicht um ihren dritten Olympia-Start bangen, ist sie doch in der 4x200-m-Crawl-Staffel gesetzt.

Novys Ambitionen

Vor allem Karel Novy reist mit Ambitionen in die spanische Hauptstadt, wo 1986 Dano Halsall (Silber) und Marie-Thérèse Armentero (Bronze) über 50 m Crawl im gleichen Becken für die ersten Schweizer WM-Medaillen überhaupt gesorgt hatten. Der 23-jährige Waadtländer, der seit November beim SC Uster-Wallisellen trainiert, konzentriert sich an den EM ganz auf die 50 und 100 m Crawl.

Novy ist der Meinung, dass "auf beiden Distanzen eine Verbesserung des Schweizer Rekords an der Zeit wäre". Seine 49,58 über 100 m datieren mehr als vier Jahre zurück, die 22,52 von Halsall jähren sich schon bald zum 19. Mal.

"Karel hat zuletzt so lange wie noch nie in seiner Karriere zuvor Schnelligkeit trainiert", so sein Klubtrainer Gerard Moerland. "Wir hoffen, es geht auf für Madrid. Und sonst war dieses Training auf jeden Fall gut für Athen."

Novys Klubkollege Remo Lütolf gilt es an grossen Meisterschaften auch immer zu beachten. "Ich spekuliere ein bisschen auf die 50 m Brust. Wenn die Umstände für ihn gut sind, ist für Remo viel möglich", sagt Trainer Moerland. An den Kurzbahn-EM im Dezember in Dublin reichte es dem 24-jährigen St. Galler Rheintaler im Brust-Sprint zur Silbermedaille.

Nicht nach Madrid angereist ist neben Rigamonti und Olympia-Teilnehmer Dominik Meichtry (SC Uster-Wallisellen), der im April noch mit Erfolg die südafrikanischen Meisterschaften bestritt, auch Susanne Kranz.

Die deutsch-schweizerische Doppelbürgerin vom SC Wiesbaden erhielt vom Weltverband FINA keine Startberechtigung für Athen, weshalb auch ein (Staffel-)Start in Madrid obsolet wurde.

(von Valentin Oetterli/Si)

 
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