Schwyz entschärft Einschulungs-Regel
publiziert: Montag, 15. Dez 2008 / 11:17 Uhr

Schwyz - Die vielerorts umstrittene frühere Schulpflicht soll im Kanton Schwyz nicht das HarmoS-Konkordat zu Fall bringen. Der Schwyzer Regierungsrat will den Eltern das Recht geben, den Kindergarteneintritt der Vierjährigen um ein Jahr zu verschieben.

Die Regierung schlägt vor, dass die Eltern über  den Kindergarteneintritt entscheiden sollen.
Die Regierung schlägt vor, dass die Eltern über den Kindergarteneintritt entscheiden sollen.
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Die Regierung beantragte dem Parlament den Beitritt zur Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS). Der Anpassungsbedarf sei gering, wird Bildungsdirektor Walter Stählin in eine Communiqué zitiert.

Anpassungsbedarf besteht aber in jenem Punkt, der auch am umstrittensten ist: Ein zweites obligatorisches Kindergartenjahr und die damit verbundene frühere Einschulung ab dem vierten erfüllten Altersjahr. Im Kanton Schwyz besucht nur jedes dritte Kind freiwillig zwei Jahre den Kindergarten.

Eine Opposition unterbinden

In Luzern, Thurgau und Graubünden lehnten die Stimmberechtigten wegen der Kindergartenfrage den Beitritt zu HarmoS ab, in Nidwalden wurde deswegen erfolgreich das Referendum ergriffen. Mit einer flexiblen Regelung will der Schwyzer Regierungsrat einer möglichen Opposition den Wind aus den Segeln nehmen.

Die Regierung schlägt vor, dass der Entscheid, den Kindergarteneintritt um ein Jahr zu verschieben, den Eltern zu überlassen. Voraussetzung ist einzig, dass die Eltern ihre Beweggründe für die Rückstellung der Schulleitung in einem Gespräch darlegen. Eine ähnliche Regelung sieht auch Uri vor.

(sl/sda)

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