Schwyzer SP-Nationalrätin Josy Gyr tritt zurück
publiziert: Donnerstag, 12. Apr 2007 / 11:56 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Apr 2007 / 18:41 Uhr

Einsiedeln - Die Schwyzer Nationalrätin Josy Gyr tritt per sofort zurück. Gesundheitliche Gründe haben die 58-jährige SP-Politikerin aus Einsiedeln zu diesem Schritt gezwungen. Möglicher Nachfolger ist Kantonsrat Andy Tschümperlin.

Die SP des Kantons Schwyz bedauert in einer Medienmitteilung den Rücktritt von Josy Gyr.
Die SP des Kantons Schwyz bedauert in einer Medienmitteilung den Rücktritt von Josy Gyr.
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Die SP des Kantons Schwyz bedauert in einer Medienmitteilung den Rücktritt von Josy Gyr. Die Partei sei traurig, dass sich ihr Gesundheitszustand nicht gebessert habe. Die Parlamentarierin habe sich in Bern mit ihrer Stimme stets für soziale, gerechte und finanziell tragbare Lösungen eingesetzt.

Josy Gyr war 2003 in den Nationalrat gewählt worden. Sie eroberte damit für die SP den 1995 verlorenen Sitz zurück.

In Bern war sie Mitglied der Geschäftsprüfungskommission sowie der Kommission Öffentliche Bauten. Bereits 1990 war Gyr in den Bezirksrat Einsiedeln gewählt worden, wo sie das Ressort Fürsorge betreute.

Tschümperlin Grundsätzlich interessiert

Wahrscheinlich wird Kantonsrat Andy Tschümperlin aus Rickenbach den SP-Sitz im Nationalrat für den Rest der Legislaturperiode übernehmen.

Gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz von Radio DRS erklärte sich Tschümperlin grundsätzlich interessiert. Allerdings müsse er darüber noch Gespräche mit seinem künftigen Arbeitgeber führen.

Tschümperlin erreichte bei den Wahlen von 2003 auf der SP-Liste den zweiten Platz hinter Josy Gyr. Er war bisher Schulleiter in der Gemeinde Schwyz. Ab Sommer ist er in der gleichen Funktion in der Stadt Zug tätig. Würde Tschümperlin absagen, käme Kantonsrat Andreas Marty aus Arth zum Zug.

(bert/sda)

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