Sea Sheperd-Gründer in Deutschland in Haft
publiziert: Montag, 14. Mai 2012 / 21:09 Uhr
Paul Watson.
Paul Watson.

Frankfurt/Main - Der Gründer der Tierschutzorganisation Sea Shepherd, Paul Watson, sitzt in Deutschland in Haft. Watson wurde am Sonntag aufgrund eines internationalen Haftbefehls am Flughafen Frankfurt am Main festgenommen, wie Sea Shepherd und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Montag mitteilten.

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Laut der Umweltorganisation wirft Costa Rica Watson wegen eines Einsatzes gegen die Jagd auf Haie Behinderung der Schifffahrt vor. Ein Haftrichter am Amtsgericht Frankfurt entschied am Montag nach Angaben von Watsons Anwalt Oliver Wallasch, dass der Tierschützer vorerst in Haft bleibt. Dieser erliess demnach eine sogenannte Festhalteanordnung. «Mein Mandant ist entsetzt», sagte Wallasch.

Der Haftbefehl bezieht sich laut Sea Shepherd auf eine Aktion aus dem Jahr 2002, als die Organisation vor der Küste Guatemalas einen Dokumentarfilm über die brutale Jagd auf Haie drehte.

73 Millionen tote Haie

Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sagte, Watson werde vorgeworfen, ein anderes Schiff behindert und die Besatzung gefährdet zu haben. Der Entscheid über eine Auslieferung müsse das Oberlandesgericht treffen.

Umweltexperten zufolge werden etwa 73 Millionen Haie pro Jahr getötet, insbesondere indem ihre Flossen abgehackt werden. Für diese wird viel Geld bezahlt, da sie in der chinesischen Küche als Delikatesse gelten. Die Tiere werden nach dem Abhacken der Flossen zurück ins Wasser geworfen, wo sie qualvoll verenden.

Prominente Unterstützer

Im Gefängnis erhalte Watson Unterstützung durch die EU-Parlamentarier Daniel Cohn-Bendit und José Bové, teilte die Umweltorganisation mit. Sea Shepherd hoffe, dass die Politiker den gebürtigen Kanadier aus der Haft holen könnten, «bevor dieser Unsinn weitergeht».

Die Nichtregierungsorganisation Sea Shepherd hat sich den Schutz der Meeresbewohner auf die Fahnen geschrieben. Bekannt ist sie vor allem für ihren alljährlichen Einsatz gegen die japanische Walfangflotte in der Antarktis.

In diesem Jahr warfen Aktivisten Stinkbomben auf japanische Walfangschiffe und setzten Taue ein, um die Schiffsschrauben zu behindern. Wegen der Behinderung durch die Walfanggegner tötete Japan zwei Drittel weniger Tiere als geplant.

(fest/sda)

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