Sechs Afrikaner bei Schiesserei in Neapel getötetRom - Bei einer Schiesserei in der Nähe von Neapel sind sechs Afrikaner getötet worden. Nach Polizeiangaben starben die sechs Männer bei einer Schiesserei in Castel Volturno, nördlich von Neapel.
(smw/sda)

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Die Polizei sprach von der bislang blutigsten Schiesserei in der Region.
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Kurz zuvor sei in dem Ort ein Italiener in einem Spielcasino erschossen worden. Die Polizei sprach von der bislang blutigsten Schiesserei in der Region. Sie prüfte einen möglichen Zusammenhang zwischen beiden Vorfällen.
Möglicherweise ging es um Machtkämpfe zwischen der örtlichen Mafia und afrikanischen Drogendealern. Bei dem erschossenen 53-jährigen Italiener handelte es sich den Angaben zufolge um ein mutmassliches Mitglied eines Mafiaclans.
Den Ermittlern zufolge könnte es sich bei den Taten um Machtkämpfe zwischen dem in Drogengeschäfte verwickelten örtlichen Mafiaclan Casalesi und den ebenfalls mit Drogen handelnden Einwanderern gehandelt haben. «Diese These muss noch bestätigt werden», sagte der Polizist.
Drogen- und Prostituiertenmilieu
Der Casalesi-Clan ist der mächtigste innerhalb der neapolitanischen Camorra. Er zieht zwischen Neapel und Caserta die Fäden im Drogen- und Prostituiertenmilieu. In der Gegend wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Menschen umgebracht.
Empört und wütend reagierten Familienangehörige und Freunde auf die Bluttat und die Mutmassung, die getöteten Männer seien kriminell und hätten mit der Mafia zu tun. Einige Einwanderer zertrümmerten die Schaufenster von Geschäften und beschädigten Fahrzeuge in der Nähe des Tatortes.
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