Löwentransfer
Sechs Löwen endlich da, wo sie hingehören
publiziert: Donnerstag, 22. Okt 2015 / 14:20 Uhr

Zürich - Für fünf notleidende Löwen aus Rumänien und einen aus Italien begann am 16. Oktober 2015 ein neues Leben. Die Tiere, die aus einem heruntergekommenen Zoo in Rumänien stammen, konnten erfolgreich in das Grosskatzenschutzzentrum LIONSROCK in Südafrika transferiert werden. Nachdem der Zoo die Anforderungen der EU-Zoorichtlinie nicht erfüllen konnte, musste er geschlossen werden.

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Fünf Löwen konnten von der internationalen Tierschutzorganisation «Vier Pfoten» am 14. Oktober 2015 erfolgreich aus einem rumänischen Zoo geholt und am 16. Oktober 2015 in das Grosskatzenrefugium LIONSROCK in Südafrika gebracht werden. Ein weiterer Löwe aus Italien wurde gemeinsam mit den anderen Tieren transferiert. Der Transport erfolgte teils über Land, teils auf dem Luftweg: Insgesamt wurden 13'000 Kilometer zurückgelegt. Zuerst ging es von Rumänien quer durch Europa nach Frankfurt. Vom internationalen Flughafen in Frankfurt aus startete anschliessend der Flug in einer Cargo-Maschine nach Johannesburg. Von dort waren es nur noch drei Stunden Autofahrt, welche die Löwen von ihrem neuen Zuhause trennten. Am Freitag Abend konnten endlich alle Grosskatzen in ihre vorläufigen Gehege in LIONSROCK entlassen werden. Mit auf der Reise waren ein internationales Helferteam mit Tierätzten aus Deutschland, Rumänien, den Niederlanden und Südafrika, welches das Wohlbefinden der Löwen jederzeit sicherstellte.

Zuerst Zirkus, dann Zoo

Die rumänischen Löwen Petrica , Lavinia und Lidia - alle 15 Jahre alt - wurden bereits in Gefangenschaft geboren und als Stars des rumänischen Nationalzirkus Globus vermarktet. Das harte Training setzte ihnen so sehr zu, dass Petrica eines Tages seinen Trainer attackierte. Daraufhin wurden die drei Löwen 2002 an den Baia Mare Zoo abgegeben. Dort erblickte 2003 der Nachwuchs Tarhon Big und Marin das Licht der Welt.

Begleitet wurden die fünf Löwen von Giovanni, einem italienischen Löwen. 2003 geboren, wurde er schon als Löwenjunges in Italien als «Foto-Löwe» missbraucht. Später musste er in Unterhaltungsshows auftreten, wo er bei einem Unfall seinen Schwanz verlor. Bis zu seinem Transfer nach LIONSROCK war er in der Grosskatzenstation FELIDA in den Niederlanden untergebracht. Besonders das Zusammenleben mit Artgenossen sei für ihn jetzt wichtig, wie Julie Stillhart, Landeschefin «Vier Pfoten» Schweiz, betont: «Giovanni wurde sein Leben lang alleine gehalten. Wenn er sich in seinem neuen Zuhause eingelebt hat, werden wir versuchen, ihn mit einer passenden weiblichen Partnerin zu sozialisieren. Löwen sind soziale Tiere und die Gesellschaft eines Artgenossen würde seine Rehabilitierung beschleunigen.»

Mission noch nicht beendet

In rumänischen Zoos leben noch rund 175 Grosskatzen. Mindestens 24 davon in Einrichtungen, die ihre Lizenz bereits verloren haben. Laut «Vier Pfoten» seien die Gehege viel zu klein. Es fehle auch an ordentlichem Futter und medizinischer Versorgung. Gemeinsam mit den Behörden soll für das nächste Jahr daher ein Geburtenkontrollprogram für Grosskatzen eingeführt werden.

(anM/Vier Pfoten)

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