EU-Hilfe für Elfenbeinküste versechsfacht
Sechsmal mehr EU-Hilfsgelder für Flüchtlinge von Elfenbeinküste
publiziert: Donnerstag, 17. Mrz 2011 / 22:33 Uhr
Land am Rande des Bürgerkriegs: Elfenbeinküste
Land am Rande des Bürgerkriegs: Elfenbeinküste

Brüssel - In der Elfenbeinküste sind nach EU-Angaben 380'000 Menschen auf der Flucht vor Gewalt und Plünderungen. Brüssel hat deswegen am Donnerstag die humanitäre Hilfe von 5 auf 30 Millionen Euro aufgestockt.

3 Meldungen im Zusammenhang
«Das Land steht am Rande des Bürgerkrieges», sagte Krisenreaktionskommissarin Kristalina Georgieva. Die Gewalt sei sehr stark angestiegen, die Kämpfe und die Angst stürzten die Menschen in extreme Not, vielen fehle es am Nötigsten. Die Menschen flüchteten entweder innerhalb des westafrikanischen Landes oder in die Nachbarstaaten Liberia und Guinea.

Die EU stellt ihnen Lebensmittel, Medikamente und Wasser zur Verfügung und finanziert die sanitäre Versorgung und Betreuung in den Flüchtlingslagern in Liberia, sagte Georgieva.

Die Krise in der Elfenbeinküste dauert seit November an, als der damalige Amtsinhaber Laurent Gbagbo bei der Präsidentschaftswahl unterlag. Seitdem verteidigt er sein Amt gegen den international anerkannten neuen Präsidenten Alassane Ouattara.

Seit Wahlen 400 Menschen umgebracht

Nach Angaben der UNO und von Human Rights Watch sind seit der Wahl mehr als 400 Menschen getötet worden. Für die meisten Todesopfer macht die Menschenrechtsgruppe Anhänger Gbagbos verantwortlich.

In jüngster Zeit sei ein Anstieg der Opferzahlen zu verzeichnen gewesen, sagte ein Sprecher der UNO-Mission in der Elfenbeinküste. Er machte besonders auf das Schicksal der Kinder in dem Konflikt aufmerksam. Viele würden aus der Schule gerissen, um vor der Gewalt zu fliehen, oder erlitten bei Kämpfen Verletzungen.

Markt mit Mörser angegriffen

Bei einem Mörserangriff in der grössten Stadt Abidjan wurden mindestens zwölf Menschen getötet. Die Geschosse wurden laut Augenzeugenberichten von einem Stützpunkt der Militärpolizei aus abgefeuert.

Ziel war ein Markt in einem Viertel von Abidjan, das als Hochburg der Anhänger von Ouattara gilt. Möglicherweise handelte es sich bei dem Angriff um eine Vergeltung für einen Überfall auf eine Polizeiwache in Abidjan. Ob dabei jemand getötet wurde, war nicht bekannt.

(et/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Genf - Im blutigen Konflikt in der ... mehr lesen 1
UNO-Blauhelme in der Elfenbeinküste (Archiv).
Präsident Alassane Ouattara: Sein Vorschlag sei «die letzte Chance auf eine friedliche Lösung».
Abidjan - Um einen Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste zu verhindern, hat der international anerkannte Präsident Alassane Ouattara Machthaber Laurent Gbagbo eine Regierung der nationalen Einheit ... mehr lesen
Abidjan/London - Der abgewählte Präsident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, hat ... mehr lesen
Laurent Gbagbo weigert sich, abzutreten.
Beschämend
Wie sich doch die Flüchtlinge unterscheiden wenn man die Bilder beachtet. In Afrika sind es Frauen und Kinder und in jene die nach Europa kommen ausschliesslich junge Männer. Gerade zu amüsant die europäischen humanitären Möchtegernflüchtlingshelfer in diesen Tagen mit jedem Bild an die Wand zu nageln und sie peinlich vorzuführen. Besser gehts nicht die seit jahrzehnten verlogene Flüchtlingspolitik der Gutmenschen zu entlarven.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. (Archivbild)
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. ...
«Überall ist Taksim, überall ist Widerstand»  Istanbul - Zum dritten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste haben in Istanbul Hunderte Menschen gegen die islamisch-konservative Staatsführung der Türkei demonstriert. mehr lesen 1
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene ... mehr lesen 1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
Gotthard 2016  Berlin - «Tunnel» - mit sechs Riesenbuchstaben feiert die Schweizer Botschaft in Berlin die ... mehr lesen   1
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 5°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Basel 10°C 10°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
St. Gallen 4°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt sonnig
Bern 6°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Luzern 5°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Genf 5°C 10°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Lugano 3°C 12°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bedeckt, wenig Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten