Second Life ist realitätsnahe Kontaktbörse
publiziert: Mittwoch, 9. Mai 2007 / 13:14 Uhr

Leipzig - Das Paralleluniversum Second Life fungiert zum großen Teil als internationale Kontaktbörse. Menschen auf der ganzen Welt kennenzulernen, ist offenbar die Hauptmotivation der Nutzer, sich in die virtuelle Welt einzuloggen. Kaum jemand betrachtet die virtuelle Welt jedoch als Realitäts-Ersatz.

Etwa 19 Prozent der Befragten präsentieren sich in dem Paralleluniversum so, wie es ihren Träumen und Wünschen entspricht.
Etwa 19 Prozent der Befragten präsentieren sich in dem Paralleluniversum so, wie es ihren Träumen und Wünschen entspricht.
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Second Life
Das Paralleluniversum im Internet.
www.secondlife.com

Wie eine internationale Umfrage der Handelshochschule Leipzig unter der Leitung von Manfred Kirchgeorg zeigt, verbringen 30 Prozent der User über 20 Stunden pro Woche in Second Life.

«Dieses Ergebnis hat uns doch überrascht. Sehr viele der Befragten verbringen tatsächlich eine sehr lange Zeit in der virtuellen Welt», sagt Kathrin Jung, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Kirchgeorg, im Gespräch mit pressetext.

Realistische User

Das durchschnittliche Alter der Nutzer liegt bei 29 Jahren und damit sehr nahe am künstlichen Alter der Avatare, das im Schnitt bei 27,5 Jahren angesiedelt ist. Mehr als die Hälfte der Befragten kann einen Hochschulabschluss aufweisen.

Neben dem Kontakte-Knüpfen ist vielen auch das Ausleben von Kreativität in Second Life besonders wichtig. Eine kleine Gruppe versucht zudem in der Parallelwelt ganz gezielt Geld zu verdienen.

Bloße Langeweile und das Vergessen der Realität ist laut Umfrage kein wirklicher Beweggrund zur Nutzung von Second Life. «Dennoch wird es spannend sein, genauer anzuschauen, was hinter jenen wenigen Personen steckt, die aus Gründen der Realitätsflucht in Second Life aktiv sind», fügt Jung hinzu.

Nahe an der Realität

Etwa 19 Prozent der Befragten präsentieren sich in dem Paralleluniversum so, wie es ihren Träumen und Wünschen entspricht. Ein noch größerer Teil zieht es vor, sich überhaupt komplett anders darzustellen als sie in der Realität sind.

«Im Unterschied zu anderen Social-Networking-Plattformen ist Second Life wohl auch spannender, weil es näher an die Realität heranragt», meint Jung. Das Gefühl von Echtheit und Nähe zum Gegenüber kommt nicht zuletzt durch die Dreidimensionalität der virtuellen Welt zustande.

Unbekanntes Potenzial

Allerorten wird ein riesiger Hype um die virtuelle Welt veranstaltet und erst die Zukunft kann zeigen, ob tatsächlich Potenzial dahinter steckt. Noch sei die Nutzung auch von vielen technischen Problemen begleitet, so mancher Computer habe nicht die nötigen Voraussetzungen, so Jung gegenüber pressetext.

In Zukunft werde Second Life mit der Weiterentwicklung der Technik aber sicherlich noch an Bedeutung zulegen. Immerhin investieren derzeit schon viele namhafte Unternehmen mehr als 100.000 Euro, um einen eigenen Second-Life-Auftritt zu kreieren.

(bert/sda)

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