Seebeben unterbricht Internet-Verkehr
publiziert: Mittwoch, 27. Dez 2006 / 15:02 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 28. Dez 2006 / 13:46 Uhr

Taipeh - Schäden an Unterseekabeln nach dem Erdbeben in Taiwan haben den Internetverkehr in Asien massiv beeinträchtigt. Von den langsameren Verbindungen waren von China bis zu den Philippinen mehr als 100 Millionen Nutzer betroffen.

Das Beben hatte eine Stärke von 7,1. (Bildverfremdung)
Das Beben hatte eine Stärke von 7,1. (Bildverfremdung)
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Der Zugang zu ausländischen Webseiten war zeitweise unterbrochen. Auch Telefonverbindungen waren beeinträchtigt. Banken und Wertpapierhäuser beklagten Ausfälle ihrer Netze. Wann das Internet wieder normal funktionieren wird, war zunächst unklar.

Die Beeinträchtigungen könnten «ziemlich lange» anhalten, teilte China Telecom in Peking mit. Mindestens sechs Kabel der Gesellschaft im Meer 15 Kilometer vor der Küste Taiwans seien beschädigt.

«Die Reparatur der Unterseekabel wird zwei bis drei Wochen dauern», erklärte der Sprecher der taiwanesischen Chunghwa Telecom, Lin Jen-hung, in Taipeh.

Alternative Routen

Internetanbieter aktivierten zwar Notsysteme und schalteten auf alternative Routen, doch konnte der Ausfall nicht aufgefangen werden. Die Antwortzeiten verdreifachten sich zum Teil, wenn überhaupt eine Verbindung hergestellt werden konnte.

Die grösste Internetfirma auf den Philippinen sprach von einem «grossen Kabelbruch». Das internationale Kabelkonsortium habe bereits Schiffe mobilisiert, um die betroffenen Teile zu reparieren. Es werde rund um die Uhr gearbeitet, versicherte ein Sprecher.

Zwei Menschen getötet

Bei dem Erdbeben am Dienstagabend vor der Südspitze Taiwans, das nach taiwanesischen Angaben die Stärke 6,7 auf der Richterskala erreichte, wurden 2 Menschen getötet und 48 verletzt. Am Mittwoch erschreckten immer neue Nachbeben die Menschen auf der Insel.

Gleichzeitig liefen die Aufräumarbeiten. In einem eingestürzten Möbelgeschäft in Hengchun im Süden kamen ein Vater und sein Sohn ums Leben. Acht Menschen wurden verschüttet. Einem verletzten Jungen musste das Bein amputiert werden. Das Beben hatte zeitweise die Stromversorgung tausender Haushalte in Südtaiwan unterbrochen.

Epizentrum vor südlicher Hablinsel

Die Seebeben hatten am Dienstag genau zwei Jahre nach dem verheerenden Tsunami Angst vor einer neuen Flutwelle ausgelöst. Nach US-Angaben hatte das erste Beben eine Stärke von 7,1, später folgten weitere Erdstösse ähnlichen Ausmasses.

Das Epizentrum lag vor der südlichen Halbinsel Hengchun - rund 90 Kilometer von der zweitgrössten Stadt Taiwans, Kaohsiung, entfernt.

Fehlalarm in der Schweiz

Das Erdbeben in Taiwan hat beim Schweizerischen Erdbebendienst einen Fehlalarm ausgelöst. Deshalb wurde eine automatische Mitteilung publiziert, dass bei Ilanz die Erde mit Stärke 3,1 gebebt habe.

Eine knappe halbe Stunde später, gegen 14.30 Uhr, kam dann das Korrigendum: Die vorhergehende Meldung beruhe auf einer Fehllokalisierung, teilte der Erdbebendienst der ETH Zürich mit.

(ht/sda)

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