Selbstmord Untersuchungsgegenstand in Skandal-Priesterseminar
publiziert: Montag, 26. Jul 2004 / 18:38 Uhr

Wien - Im Rahmen des Kinderporno-Skandals am Priesterseminar von St. Pölten in Niederösterreich wird nun auch der Selbstmord eines Studenten untersucht. Die Leiche des Seminaristen war im Herbst 2003 in der Donau gefunden worden.

Offenbar gebe es jetzt neue Verdachtsmomente, berichtete der Österreichische Rundfunk ORF. Bisher ermittelte die Polizei ausschliesslich im Zusammenhang mit Kinderpornografie, die einer oder mehrere der 40 Studenten aus dem Internet auf Seminar-PCs geladen hatten. Gegen einen Priesteranwärter wurde bereits Strafanzeige erstattet.

Im Zusammenhang mit dem Skandal sind die beiden Seminarleiter zurückgetreten. Der bisherige Bischof von St. Pölten, Kurt Krenn, wurde erst in der vergangenen Woche vom Vatikan vorläufig entmachtet und durch den Vorarlberger Bischof Klaus Küng ersetzt.

Küng, ein promovierter Mediziner, gehört dem erzkonservativen Opus Dei an. Er muss zuhanden des Papstes einen Untersuchungsbericht erstellen.

Krenn gab inzwischen zu verstehen, dass er seine Abberufung durch den Vatikan nicht mehr ausschliesst. In der Passauer Neuen Presse und im ORF sagte der 68-Jährige, es sei alles möglich. Er betonte allerdings, an den Vorwürfen gegen das ihm unterstellte Priesterseminar sei überhaupt nichts dran.

Nach Berichten italienischer Medien könnte der Skandal von St. Pölten mit einer schweren Bestrafung durch den Vatikan enden. Wenn Verschulden des Bischofs vorliegen sollte, könnte er entlassen werden, sagte der Kirchenrechtsprofessor Joaqin Llobell. Alles hänge von dem Untersuchungsbericht des eingesetzten Bischofs Küng ab.

(rr/sda)

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